Millionen-Abriss rückt immer näher

Beseitigung Hainichens Saatgut-Gebäude verschwindet aus Stadtbild

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Foto: Thomas Schmotz

Hainichen . "Mitte Oktober soll mit den Abrissarbeiten am ehemaligen Saatgut-Gebäude begonnen werden", sagte Dieter Greysinger, der Bürgermeister der Gellertstadt. "Damit verschwindet bald der letzte größere Schandfleck aus dem Stadtbild Hainichens. Bereits mehrfach hatte ich die Hoffnung aufgegeben, dass diese "Never Ending Story" doch noch zu einem guten Abschluss kommen wird", ergänzte er. Der Stadtrat vergab den Auftrag zum Abriss des rund 40 Meter hohen Beton-Klotzes in seiner September-Sitzung an ein Unternehmen aus Burgstädt. Damit setzte sich der einzige Bieter aus Mittelsachsen bei der Submission durch.

Ungeklärte Besitzerfrage brachte Probleme

Entgegen den Schätzungen des Planungsbüros, das von Kosten in Höhe von bis zu 1,75 Millionen Euro ausgegangen war, liegt das aktuelle Angebot bei "nur" etwa 550.000 Euro. Auch nach Hinzurechnen der Baunebenkosten, wie beispielsweise der Planung, wird der Gebäudeabriss letztlich knapp eine Million Euro kosten, wobei der Fördersatz bei 90 Prozent liegt. Immer wieder zu Verzögerungen dieses Abriss-Vorhabens war es wegen der ungeklärten Besitzer-Frage gekommen. Da standen beispielsweise Besitzer im Grundbuch, die versuchten, selbst jetzt noch von der Veräußerung des hässlichen Baues zu profitieren und die völlig unrealistische finanzielle Forderungen stellten.

Bauzeit auf drei Monate geschätzt

Auch die Aussage des zuständigen Abteilungsleiters im Sächsischen Innenministerium Anfang 2017, dass nur noch für dieses Jahr ausreichend finanzielle Mittel für den Brachen-Abriss im Landeshaushalt des Freistaats Sachsen zur Verfügung stehen, sorgten für so manches zusätzliches Problem. Durch eine konstruktive Zusammenarbeit mit mehreren Anwaltskanzleien konnte letztlich aber doch eine Lösung gefunden werden. Die geschätzte Bauzeit liegt bei rund drei Monaten. Ein milder Winter vorausgesetzt und bei einer etwa vierwöchigen Baupause um Weihnachten, dürften die Arbeiten spätestens im Frühjahr 2018 beendet sein. Restarbeiten, wie beispielsweise das Begrünen der Fläche, sollen danach erfolgen.