Millionenförderung für Freiberg

Übergabe Stadt will in nächster Zeit mehrere Projekte angehen

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Stimmt auch alles? Steve Johannes Ittershagen schaut Holger Reuter über die Schulter während Sven Krüger und Innenminister Markus Ulbig (v.l.) sich schon einen Überblick verschafft haben. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Noch liegt das Areal Berthelsdorfer Straße 8 in Freiberg im tiefen Schlaf. Doch schon bald soll sich das ändern. Gelände und Gebäude sind den meisten Einwohnern als ehemalige Limonadenfabrik bekannt. Hier wurden von 1897 an Getränke aller Art hergestellt und versandt, denn es ist der Stammsitz der Firma Schneider & Berger, die heute ihr Domizil in Zug hat. Ab 1972 war das Geschäft mit den Spirituosen erst einmal vorbei und es gab nur noch Brause. Als die Familie Schneider 1990 alles zurückbekam, ging erst einmal vier Jahre alles wie früher weiter, dann zog man um.

Gelände wird jetzt zur Kita umgebaut

Seitdem geschah nichts mehr vor Ort. Am Montag dieser Woche übergab nun Sachsens Innenminister Markus Ulbig genau dort einen großen Förderbetrag aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" an Oberbürgermeister Sven Krüger und Bürgermeister Holger Reuter. Knapp 1,6 Millionen Euro werden hier im Gebiet "Erweiterte Bahnhofsvorstadt" für den Neubau einer Kindertagesstätte verwendet. "Damit setzen wir ein deutliches Zeichen für die Stadtentwicklung", so Markus Ulbig. "Und zudem wird eine Erfolgsgeschichte fortgeschrieben."

Es entsteht eine Kita für 85 Kinder. Hinzu kommen ein Spielplatz und die Renaturierung des Geländes. Doch hatte der Minister noch mehr im Gepäck. Ein Bescheid über gut 2,4 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz". Das Geld kommt vor allem der Sanierung und Erhaltung der Altstadt zugute, darunter das Herder-Haus, welches zum Stadtarchiv umgebaut wird. "Damit sind wir jetzt in der Lage, die entsprechenden Planungen voranzutreiben", sagt Holger Reuter. Insgesamt soll dieses Projekt zwischen zehn und zwölf Millionen Euro kosten.