Minister informiert sich bei Freiberger Unternehmen

Wirtschaft Besuch bei einem der Besten aus der Region

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Wirtschaftsminister Martin Dulig (r.) lässt sich von Geschäftsführer Kay Dornich ein Röntgendiffragtometer erklären. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig weiß gern Bescheid. Das hat einerseits mit seinem Beruf zu tun, andererseits mit seinem persönlichen Interesse.

Freiberg unter den besten Fünf

Und so nahm er sich vor, alle Finalisten des Wettbewerbs "Sachsens Unternehmer des Jahres" zu besuchen. Zu den Top 5 gehört auch Freiberg Instruments, welches in der Silberstadt an der Delfter Straße seinen Firmensitz hat. Geschäftsführer Kay Dornich nahm am Mittwoch den Politiker in Empfang und verschaffte ihm zunächst einen Überblick über die Unternehmensgeschichte.

2005 wurde Freiberg Instruments ins Leben gerufen, als Ausgründung aus der TU Bergakademie. Professor Jürgen Niklas und Kay Dornich gingen damals diesen Weg, was sie nicht zu bereuen hatten. Das Pfund, mit dem sie wuchern konnten, war ihr Know-how bei der Messtechnik für die Halbleiterindustrie. Verhalten und Eigenschaften von Silizium vermochte so präzise bestimmt zu werden. In jenen Jahren des Solarbooms traf man damit den Nerv der Kundschaft.

Bis zu eine Million Jahre alte Steine

Schon zwei Jahre später konnte man sich weltweit aufstellen. "Doch war mir recht schnell klar, dass nur ein Standbein allein auf Dauer nicht ausreichen würde", so Kay Dornich. So entwickelte man hochspezialisierte Geräte zur Altersbestimmung. Bis zu eine Million Jahre zurück kann man etwa Gesteine datieren. Die Technik fand auch großes Interesse in der Kunstwelt. So stehen auch im Pariser Louvre Geräte aus Freiberg, um Kunstschätze noch genauer bestimmen zu können. Mit dem Unternehmen magnettech aus Berlin kam 2012 ein Zweig hinzu, mit dem man nun auch auf dem Gebiet der Radikalmessung in chemischen Substanzen tätig ist.

Knapp 40 Mitarbeiter hat Freiberg Instruments derzeit. Es könnten mehr werden, vor allem, wenn in diesem Jahr ein Anbau geschaffen wird, der die Betriebsfläche um 900 Quadratmeter vergrößert. Die Entwicklung und die Endmontage findet in Freiberg statt, die Fertigung der Einzelteile in Sachsen.

"Wir brauchen mehr solche Unternehmen wie Ihres", sagte Martin Dulig zum Abschied. Sichtlich beeindruckt war er von dem Erfinder- und Unternehmergeist aus Freiberg.