Mit dem Alphorn in den Advent

Freizeit 20.000 Besucher waren am Wochenende in Waldenburg

Für die Teilnahme an der Schloss-Weihnacht in Waldenburg haben die Alphornbläser aus der Schweiz viel Zeit auf der Autobahn verbracht. Willi Arreger, René Buser und Hanspeter Leuenburg legten für Hin- und Rückfahrt eine Strecke von rund 1400 Kilometern zurück. "Der Aufwand hat sich aber gelohnt, weil wir von vielen netten Leuten empfangen und in einem tollen Ambiente auftreten durften", sagt Willi Arreger. Der 77-Jährige spielt schon seit sechs Jahrzehnten auf dem Alphorn. Das Instrument hat eine Länge von 3,45 Metern. Über die Herkunft der Musiker hat die Schweizer Fahne informiert.

Die Schloss-Weihnacht in Waldenburg hat sich - nicht nur aufgrund der Alphornbläser - wieder einmal zum Besuchermagnet entwickelt. Rund 20.000 Besucher strömten am Samstag und am Sonntag in das Schloss und auf den Marktplatz. "Damit haben wir trotz des schlechten Wetters eine ähnliche Zahl wie in den vergangenen Jahren erreicht", freut sich Nadine Salzbrenner vom Tourismusamt der Stadtverwaltung. Sie hat sich im Vorfeld um die Organisation der Veranstaltung gekümmert. Als Entschädigung für den Aufwand sieht sie die lobenden Worte von vielen Gästen. Salzbrenner: "Sie haben immer wieder ihre Freude über die liebevolle und detailgetreue Gestaltung zum Ausdruck gebracht." Das trifft übrigens auch auf das Märchenrätsel, an dem sich rund 2800 Kinder beteiligt haben, und auf den Stollenanschnitt zu.

Offen ist bisher, wie es mit Schloss-Weihnacht im nächsten Jahr weitergeht. Das Tourismusamt zieht sich nach einem Streit mit dem Landkreis Zwickau aus dem Residenzschloss zurück. Die Tourismus- und Sportgesellschaft, die sich künftig um das Schloss kümmert, kündigt Gespräche mit der Stadt an. "Bis Ende Februar brauchen wir spätestens Klarheit", sagt Nadine Salzbrenner. Schließlich müssen auch die Alphornbläser wissen, ob sie wieder einen Ausflug nach Waldenburg im Kalender eintragen können.