Mit der "Grünen Schule grenzenlos" Gold schürfen

Handwerk Schüler aus Marienberg auf abenteuerlicher Klassenfahrt

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Lothar Scherer zeigt den jungen Gästen, wie man früher nach Gold suchte. Foto: Wieland Josch

Zethau. Ganz schön mühselig war das damals, wenn man sich in den Kopf gesetzt hatte, im Erzgebirge nach Gold oder anderen Edelmetallen zu suchen. Anders als am Klondike kullerten schon vor hunderten von Jahren die Nuggets nicht einfach so durch das Flussbett. Es war harte Arbeit, sie herauszuspülen. Diese Erfahrung machten in dieser Woche auch Schüler der Herzog-Heinrich-Grundschule aus Marienberg, die ihre Klassenfahrt nach Zethau geführt hatte, wo sie in der Grünen Schule grenzenlos nicht nur Unterkunft, sondern auch viel Wissenswertes fanden.

"Auf dem Programm stand beispielsweise tümpeln", erzählt Christoph Weidensdorfer, Leiter des Naturerlebniszentrums. Dabei erkundeten die Kinder das Leben in und um einen Tümpel herum. An Tag zwei nun reisten sie ins Mittelalter, allerdings vor allem deshalb, um dort alte Handwerkstechniken kennenzulernen und sich selbst einmal darin zu versuchen.

Ein buntes Programm für die Schüler

Eine davon war das schon erwähnte Ausspülen von Gold. "Allerdings haben wir hier ja kein Gold", sagt Lothar Scherer, der den Viertklässlern die Handhabung der Schalen erklärte. "Deshalb suchen wir nach anderen, häufiger vorkommenden Mineralien." Andere Viertklässler versuchten sich mit scharfen Messern an einem Holzpfahl, aus dem sie kleine Bäume schnitzten, die dann zu einem Souvenir zusammengesetzt wurden.

Ein weiteres Naturprodukt: Pfeifen aus Weidenästen. Das machte besonders Spaß, denn immerhin konnte man damit hinterher so richtig Krach machen. Der Mittelaltertag ist nur eines von vielen Angeboten der Grünen Schule grenzenlos. Auf mannigfaltige Art wird in Zethau den Kindern die Natur nahegebracht, was besonders in Zeiten, da bunte Mini-Mattscheiben den Alltag bestimmen, wichtiger sei denn je. Und obwohl es anstrengend ist, waren alle Kinder davon hellauf begeistert.