Mit ganzem Herzen ein Zuger

Vorgestellt Bürgerpreisträger Gerd Bellmann

Die Verbundenheit von Gerd Bellmann mit seinem Heimatort zeigt sich schon an der Außenwand seines Hauses. Dort hat er einen selbstgefertigten Schwibbogen befestigt, der das Huthaus "Beschert Glück" zeigt. Das ist nur ein Teil all dessen, womit sich der 55-jährige für Zug, welches seit dem Februar 1994 ein Ortsteil von Freiberg ist, engagiert. Gerd Bellmann steckt voller Energie, die man ihm anmerkt, wenn man mit ihm spricht, und die er in konkrete Arbeit umsetzt. Zug bedeutet ihm viel.

Hier ist er als jüngstes von 6 Kindern geboren, hier hat er seinen Lebensmittelpunkt und gestaltet aktiv das kulturelle Leben mit. Er ist Gründungsmitglied des 1995 entstandenen Brauchtumsvereins, seit 2000 auch dessen Vorsitzender. "Höhepunkt der Vereinsarbeit war ohne Zweifel das Festjahr zu 175 Jahre Zug 2014", sagt er. Zahlreiche Veranstaltungen wurden organisiert, im Zentrum die Festwoche im Haldenpark. Seitdem kümmert sich der Verein um die jährlich wiederkehrenden Feste. "Das Hochneujahrsfeuer am zweiten Januarwochenende etwa", so Gerd Bellmann. "aber auch das Osterfeuer. Und seit vergangenem Jahr haben wir Halloween dabei, was sehr erfolgreich war." Auch die Wegweiser, welche weniger Wanderrouten anpreisen, sondern zu den Sehenswürdigkeiten von Zug führen, werden vom Brauchtumsverein aufgestellt. Und die Gestaltung der Ortsweihnachtsbäume sei nicht unterschlagen.

Neben seiner Arbeit beim Tiefbauamt und im Verein ist Gerd Bellmann auch noch Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Zug. Wenn man danach fragt, was ihn antreibt, lächelt er nur verschmitzt. "Ich kenne es eigentlich nicht anders", antwortet er. "Mein Vater hat schon viel gemacht und ich bin ihm dabei nicht von der Seite gewichen." Für all das erhält Bellmann nun den Bürgerpreis der Stadt Freiberg. Aber er weiß: "Ohne die vielen Menschen im Verein beispielsweise wäre nichts möglich. Ihnen gebührt ebenfalls Dank."