Mit Herzblut für die Filmkultur: Stadt und Kinopolis trauern um Kinomann Thomas Erler

Dieses Leben hinterließ weit mehr als ein Lichtspielhaus und bleibt unvergessen

Freiberg

Mit großer Bestürzung trauern das Team des Kinopolis und die Stadt Freiberg um Thomas Erler. Der langjährige Kinoleiter war weit mehr als ein Mann der Filmvorführungen. Er war Ideengeber, Gastgeber, Kulturvermittler und ein Mensch, der mit Herzlichkeit, Verlässlichkeit und großer Leidenschaft das gesellschaftliche Leben Freibergs bereicherte.

Kinomann mit Herz und Haltung

Sein beruflicher Weg war untrennbar mit der Freiberger Kinogeschichte verbunden. Vom Stadtparkkino über das Turmhofkino bis zum Kinopolis auf dem Wasserberg widmete Thomas Erler sein Leben der großen Leinwand. Auch nach seinem offiziellen Eintritt in den Ruhestand blieb er dem Kino und der Kultur eng verbunden. Er war weiterhin Ansprechpartner, Unterstützer und Motor zahlreicher Veranstaltungen.

Sein Anspruch ging weit über ein erfolgreiches Filmprogramm hinaus. Thomas Erler gab auch anspruchsvollen und weniger bekannten Filmen Raum. Mit besonderen Reihen und Gesprächsformaten brachte er Menschen zusammen, regte zum Nachdenken an und förderte den offenen Austausch verschiedener Meinungen. Kultur bedeutete für ihn Begegnung, Respekt und gesellschaftliche Verantwortung.

Anerkennung weit über Freiberg hinaus

Für sein außergewöhnliches Engagement erhielt Thomas Erler zahlreiche Auszeichnungen. Besonders stolz machte ihn der CineEurope Gold Award, den er in Barcelona für seine Verdienste um die Kinobranche entgegennahm. Die Stadt Freiberg würdigte sein langjähriges kulturelles und gesellschaftliches Wirken zudem mit einem Eintrag in das Silberne Buch.

Trotz aller Ehrungen blieb er nahbar, tatkräftig und voller neuer Ideen. Seine Arbeit war für ihn keine Pflicht, sondern Herzenssache und Ansporn, immer weiterzumachen und vieles noch besser zu gestalten.

Kondolenzbuch im Kinopolis

Im Kinopolis Freiberg liegt ein Kondolenzbuch aus. Vertreter der Stadt und der Region, gesellschaftliche Organisationen, Wegbegleiter und Kinobesucher können darin ihre Anteilnahme ausdrücken und persönliche Erinnerungen festhalten.

Thomas Erler hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Sein Einsatz für Film, Kultur, Offenheit und menschliches Miteinander wird jedoch weit über seinen Tod hinaus in Freiberg lebendig bleiben.

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