Mit so vielen Besuchern hatte er nicht gerechnet

Volkskunst Exponate aus Oederan sind demnächst im Dresdner Museum zu sehen

Sybille Glöß demonstrierte das Upcycling, bei dem aus alten, höherwertige neue Produkte entstehen. Foto: Ulli Schubert

Erdmannsdorf/Oederan. Dass er am Ende des Tages so viele Besucher zählen konnte, erstaunte Rolf Büttner dann doch. Er hatte anlässlich der Aktion "Kunst offen in Sachsen" am weithin verregneten Pfingstsonntag erstmals im neuen Atelier in Erdmannsdorf Gäste empfangen, wo er vorwiegend Skulpturen und Plastiken zeigt.

Ein überaus gemütlicher Raum, wo sich auch gut feiern lässt, wie Ehefrau Claudia verriet. Vor Jahrzehnten standen an diesem Fleck Kühe im Stall. Dann war hier neben anderen Räumen auch der Arbeitsplatz des Künstlers, der nun in der Garage seiner Profession nachgeht. Gegenwärtig sind Skulpturen von Büttner in der Dorfgalerie Auerswalde zu sehen.

Er hat den ganzen Tag nur geredet

Der Künstler nahm sich viel Zeit, neugierigen Gästen zu erklären, wie er mit verschiedenen Materialien arbeitet und wie die Ergebnisse seiner Arbeit zu ihrer jeweiligen Farbe kommen. "Ich habe den ganzen Tag nur geredet", meinte Büttner lachend, der am Pfingstmontag dann schon wieder mit Dorothea Linke, Sybille Glöß und Günter Wittwer im Oederaner Museum anzutreffen war.

Die Kursleiter der Volkskunstschule zeigten am letzten Tag der Sonderausstellung "Vom Fliegen und Wachsen lernen" den Besuchern wie sie beispielsweise mit Ton arbeiten oder aus Stoffresten Neues schaffen. Bereits am Dienstag wurde mit dem Abbau der Ausstellung begonnen. Denn einige der Werke werden ab dem 17. Juni in Dresden zu sehen sein.

20 Exponate aus Oederan sind demnächst im Dresdner Museum zu sehen

"Insgesamt wurden etwa 20 Arbeiten von Teilnehmern an Kursen der Volkskunstschule Oederan für die Ausstellung 'Made by me in Saxony - Volkskunst jetzt' im Museum für Sächsische Volkskunst ausgewählt", erklärte Rolf Büttner.

Für den Leiter der Volkskunstschule und seine Kollegen wird es vorübergehend etwas ruhiger. Aber nach den Sommerwerkstätten Ende Juni gilt es die Festveranstaltung 50 Jahre Volkskunstschule am 1. September vorzubereiten.