Mittelsachsen investiert in neue Radwege

Region Mittelsachsen stärkt Radverkehr und Lebensqualität im ländlichen Raum: Projekte in Weißenborn, Erlau, Mittweida und Geringswalde

Weißenborn

In Mittelsachsen wird kräftig in sichere Radverbindungen investiert. Sowohl auf kommunaler als auch auf Landesebene laufen Projekte, die das Radwegenetz im ländlichen Raum spürbar verbessern sollen – für Pendler, Familien, Schüler und Freizeitsportler.

Baustart in Weißenborn

Entlang der Müdisdorfer Straße (K 7731) in Weißenborn haben die Arbeiten für einen neuen Radweg bereits begonnen. Seit Februar laufen vorbereitende Maßnahmen, die Fertigstellung des rund 850 Meter langen und 2,60 Meter breiten Abschnitts ist bis Ende Juni geplant.

Rund 300.000 Euro fließen in das Projekt. Die Finanzierung erfolgt über Fördermittel des Freistaates Sachsen sowie Mittel der Gemeinde Weißenborn, die den Eigenanteil des Landkreises übernimmt. Darüber informierte das Landratsamt Mittelsachsen über seine Pressestelle.

Besonderes Augenmerk gilt einem Kunstgraben im Baubereich, der Teil des UNESCO-Welterbes „Montanregion Erzgebirge“ ist und entsprechend geschützt wird. Die Bauausführung übernimmt ein regionales Unternehmen aus Striegistal.

Sieben Kilometer entlang der S 200 genehmigt

Parallel dazu hat die Landesdirektion Sachsen den Neubau von drei Radwegen entlang der Staatsstraße S 200 genehmigt. Insgesamt entstehen rund sieben Kilometer neue Strecke zwischen Tanneberg, Schweikershain und Hoyersdorf (Gemeinden Erlau, Mittweida und Geringswalde).

Künftig werden Radfahrer baulich vom motorisierten Verkehr getrennt geführt. Die Wege sind im Schnitt 2,50 Meter breit und überwiegend durch Grünstreifen gesichert. In Schweikershain wird zudem der Bahnhof angebunden. Bauherr ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Zschopau.

Begleitend sind umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen – darunter Aufforstungen, Rekultivierungen und Amphibienschutzzäune.

Mehr Sicherheit, mehr Lebensqualität

Ob 850 Meter im Bau oder sieben Kilometer in Planung: Die Projekte zeigen, dass Mittelsachsen gezielt in sichere Mobilität investiert. Neue Radwege verbinden Orte, schaffen Alternativen zum Auto und stärken die Lebensqualität im ländlichen Raum.

Ein klares Signal: Der Radverkehr gewinnt in der Region Mittelsachsen weiter an Bedeutung.

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