Mittelsachsens Unternehmen laden ein

Ausbildung Ganz unmittelbar mit den Firmen in Kontakt kommen

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Eine der zahlreichen Firmen, die an der Woche der offenen Unternehmen teilnehmen: Siltronic in Freiberg. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Wenn an dieser Stelle von der "Woche der offenen Unternehmen" die Rede ist, dann verbirgt sich dahinter keine wenig subtil verpackte Einladung an Menschen mit Hang zu einer kriminellen Karriere.

Wie man künftige Facharbeiter für sich gewinnt

Vielmehr handelt es sich um eines der erfolgreichsten Formate im Landkreis zur Gewinnung künftiger Facharbeiter. Zum fünften Mal findet diese Woche statt, in diesem Jahr vom 12. bis 17. März. An bestimmten Tagen der Woche laden zahlreiche Firmen in Mittelsachsen dazu ein, dass Schüler ab der Klassenstufe 7 von Ober- und Förderschulen sowie solche ab der Klasse 9 an Gymnasien direkt vor Ort sich umschauen, Fragen stellen und mehr erfahren können.

Schüler können sich über verschiedene Berufe informieren

Nicht allein der Betrieb stellt sich mit seinen Möglichkeiten und Einrichtungen vor, es werden darüber hinaus Veranstaltungen und Vorträge angeboten. "Zahlreiche Unternehmen konnten durch dieses Format der Berufsorientierung bereits einen Azubi gewinnen", stellt Lothar Beier, erster Beigeordneter des Landrates fest. Diese besonders direkte Art, sich kennenzulernen, hat viel positive Resonanz gefunden, nicht allein auf Arbeitgeberseite. Auch Schüler und deren Eltern schätzen diese Möglichkeit sehr, sich bereits frühzeitig ein Bild von Abläufen und Umgebung machen zu können, alles Dinge, die man aus der Entfernung nur schwer beurteilen kann. Der Entscheidung darüber, welchen Berufsweg man nach der Schule einschlägt, wird dadurch erheblich erleichtert.

Die teilnehmenden Firmen sind zahlreich und decken das gesamte Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten in der Region ab. Vom kleineren Handwerksbetrieb bis hin zum Global Player ist alles vertreten. Ob Dienstleistung, Gastronomie, KFZ- oder Solartechnik, Landwirtschaft oder Verwaltungsarbeit, es gibt kaum einen Bereich, der nicht vertreten ist. Bei über 200 Unternehmen ist das auch kaum ein Wunder. Dabei zeigt sich die Vielseitigkeit des Berufsangebotes in Mittelsachsen. Und so mancher künftige Azubi wird sich vielleicht den alten Spruch zum Motto wählen: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.