Mittelsächsische Feuerwehr mit Jahresbilanz: Rettungskräfte auch auf Autobahn gefordert

Wehrchef mahnt weitere Investitionen an

Hainichen

Die 6 Freiwilligen Ortsfeuerwehren der Stadt Hainichen waren im vergangenen Jahr in 102 Fällen im Einsatz. Auch wenn dies sicherlich eine relativ hohe Zahl ist, spricht Gemeindewehrleiter Sven Heerklotz von einem vergleichsweise ruhigen Jahr für die ehrenamtlichen Rettungskräfte. "Beim Brand in der Milchviehanlage Cunnersdorf waren alle Ortswehren im Einsatz. Auch zwei LKW- Unfälle, bei denen die Fahrzeuge auf der Autobahn verunglückt und umgekippt waren, haben uns gefordert. Aber insgesamt blieben wir von den ganz großen Schadensereignissen verschont", sagt der 39-Jährige.

Jugendwarte leistet große Arbeit

Die 130 Mitglieder der aktiven Truppe leisteten 2025 in den Wehren von Hainichen, Gersdorf-Falkenau, Cunnersdorf, Schlegel, Eulendorf und Bockendorf fast 1200 Einsatzstunden. Dazu kamen die monatlichen Ausbildungsdienste, Übungen und diverse Weiterbildungen. Die erfolgreiche Arbeit in den Jugendfeuerwehren von Hainichen und Cunnersdorf sei die Grundlage, dass die Personalstärke trotz altersbedingter Abgänge stabil gehalten werden konnte. "Dort leisten die Jugendwarte Lena Winkler und Tommy Brinkmann ganze Arbeit", erklärt Heerklotz. Groß war die Freude, als die Wehren von Gersdorf-Falkenau und Schlegel im vergangenen Jahr neue Fahrzeuge erhielten.

Ein großer Dank

In Eulendorf steht seit einigen Monaten ein gebrauchtes, aber gut erhaltenes Löschfahrzeug. "Unser Dank gilt der Gemeindewehrleitung, den Wehrleitern und den beteiligten Kameradinnen und Kameraden für das gezeigte Engagement im Rahmen der Aus- und Fortbildung sowie bei den Einsätzen", betont Hainichens Oberbürgermeister Dieter Greysinger. Heerklotz macht unterdessen deutlich, dass die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens für Cunnersdorf, der Anbau an der Feuerwache in Hainichen sowie der Kauf eines neuen Fahrzeugs für die Wehr in Bockendorf Priorität besitze. "Bisher scheiterten diese Investitionen leider an der Finanzierung. Ich hoffe, dass sich das im Sinne einer zuverlässigen Einsatzbereitschaft ändern lässt", blickt Heerklotz, der beruflich als Servicetechniker tätig ist, nach vorn.

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