Mittelsächsisches Theater bietet vielseitiges Programm

Kultur Lyrik, Konzert und Abschied im Januar

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Robert Kapelle, Franka Anne Kahl und Oliver Niemeier (v.l.) stehen in Heiner Müllers "Philoktet" auf der Bühne des Freiberger Theaters. Foto: HL Böhme

Freiberg. Mit einem vielseitigen Programm locken die Akteure des Mittelsächsischen Theaters auch in den kommenden Tagen die Besucher an verschiedene Veranstaltungsorte in Freiberg. Bereits am Samstag steht ab 17 Uhr im Stadt- und Bergbaumuseum ein besonderes Konzert auf dem Plan.

Lyriksalon ab 20 Uhr

Zum zweiten Mal spielen die stellvertretende Konzertmeisterin Sunhwa Lee und Generalmusikdirektor Raoul Grüneis berühmte Violinsonaten im Rahmen eines Kammerkonzerts. Erklingen werden Stücke wie Mozarts "Pariser" Sonate A-Dur, Brahms Sonate Nr. 3 d-Moll oder Debussys Violinsonate g-Moll.

Weiter geht es am 16. Januar mit einem Ausflug in die Freiberger Stadtwirtschaft, wenn ab 20 Uhr wieder zum Lyriksalon eingeladen wird. Auch diesmal gibt es einen direkten Spielplanbezug, wenn der Abend unter dem Motto "Reineke und andere Füchse" steht.

Letzte Vorstellung von "Philoktet"

Direkt auf der Bühne des Freiberger Theaters erwartet die Besucher am 18. Januar ein Abschied, wenn ab 19.30 Uhr die letzte Vorstellung "Philoktet" von Heiner Müller auf dem Spielplan steht. Um den trojanischen Krieg zu gewinnen, wollen die Griechen Philoktet, den sie vor Jahren schwer verwundet auf einer einsamen Insel ausgesetzt hatten, zurückholen.

Odysseus, der mit einer List einst diese Aussetzung ins Werk setzte, will Philoktet nun mit Hilfe von Neoptolemos und einer neuen List ins Heer zurückholen. Hass und Liebe werden in den Stück gleichermaßen instrumentalisiert; drei Krieger, drei Anschauungen treffen aufeinander. Über allem steht die große Frage: wer missbraucht wen und wie für den Krieg und den Sieg und übergeordnete Interessen?