Mittelsächsisches Theater startet in eine großartige neue Spielzeit

Große Namen und starke Auftritte

Freiberg

Mit der Vorstellung des Spielzeitkalenders 2026/2027 haben das Mittelsächsische Theater und die Mittelsächsische Philharmonie am 19. Mai einen umfangreichen Ausblick auf die kommende Saison gegeben. Intendant und Geschäftsführer Sergio Raonic Lukovic kündigte 17 Premieren, sieben Sinfoniekonzerte, die aktive Beteiligung am Bergstadtfest sowie weitere Auftritte im Landkreis an. Die neue Spielzeit verspricht ein abwechslungsreiches Programm zwischen Schauspiel, Oper, Operette, Musical, Konzert sowie Angeboten für Familien, Kinder und Jugendliche.

Schauspiel zwischen Drama und Komödie

Schauspieldirektor Stephan Bestier stellte das Schauspielprogramm der kommenden Saison vor. Der Spielplan reicht von Friedrich Schillers „Maria Stuart“ über Gerhart Hauptmanns selten gespieltes Kammerspiel „Einsame Menschen“ bis zu „Der große Gatsby“ nach F. Scott Fitzgerald.

In „Maria Stuart“ stehen zwei mächtige Frauen im Mittelpunkt, Maria Stuart und Elisabeth I. Während der Pressekonferenz gaben Nathalie Renault und Cornelia Wess einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf die Inszenierung. Auch „End of the Rainbow“, ein Schauspiel mit den großen Liedern von Judy Garland, wird in Freiberg Premiere feiern. Anna Burger übernimmt die Hauptrolle und zeigte bereits bei der Pressekonferenz einen musikalisch wie darstellerisch starken Ausschnitt.

Kriminalistisch und komödiantisch wird es mit „Baskerville“, einer rasanten Sherlock Holmes Geschichte, in der fünf Akteure insgesamt 20 Rollen spielen.

Demenzprojekt wird fortgeführt

Ein besonderes Anliegen bleibt dem Ensemble das Demenzprojekt. Mit „Der alte König in seinem Exil“ nach Arnold Geiger wird das Thema Demenz ausdrücklich aufgegriffen. Ergänzt wird die Inszenierung durch „Musik für die Sinne“, ein Angebot, das auch mobil in Einrichtungen gespielt werden kann. Hervorgehoben wurde zudem die Zusammenarbeit mit der Pflegekoordinatorin des Landkreises.

Musiktheater und Konzerte

Im Musiktheater stehen unter anderem Viktor Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“ und „Der zerbrochene Krug“ auf dem Spielplan. Der Abend ist zugleich Beitrag zur Reihe „Tacheles 2026 Jüdische Kultur in Sachsen“. Mit „Bonnie und Clyde“, „Die Addams Family“, Verdis „La Traviata“ und Wagners „Der fliegende Holländer“ erwartet das Publikum zudem ein breites Musiktheaterangebot.

Die Philharmonie widmet sich Werken von Brahms, Bruckner, Strauss, Tschaikowski, Mozart, Schubert und Beethoven sowie Kompositionen von Missy Mazzoli, Elsa Barraine und Fanny Hensel. Für das Musiktheater gaben Beomseok Choi mit einer Arie aus „La Traviata“ und Inkyu Park mit „Dein ist mein ganzes Herz“ aus „Das Land des Lächelns“ Kostproben, die Lust auf mehr machten.

Angebote für junges Publikum

Das Junge Theater setzt auf Themen wie Mut, Toleranz und Zusammenhalt. Geplant sind unter anderem „Pippi plündert den Weihnachtsbaum“, das mobile Jugendstück „Astronauten“ zum Thema Mobbing sowie „Irgendwie Anders“. Auch Milon Goetz gab als Astronaut mit einem Ausschnitt einen Vorgeschmack auf dieses spannende und berührende Stück.

Auf der Seebühne Kriebstein stehen Franz Lehárs „Das Land des Lächelns“ und das Familienmusical „Emil und die Detektive“ auf dem Programm. Hier laufen bereits die Vorbereitungsarbeiten für den Bühnenbau. Der Sommer kann kommen!

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