Mittweida diskutiert über die Zukunft

Zukunftsforum Erste Gesprächsrunde zur Stadtentwicklung

Wie sollte Mittweida 2030 aussehen? Diese Kernfrage diskutierten am vergangenen Donnerstag zahlreiche Politiker, Experten und Professoren aus. Auf dem von der Stadt und der Hochschule erstmals initiierten Bürgerdialog "Zukunftsforum Mittweida" bekamen aber auch alle Mittweidaer die Gelegenheit, eigene Ideen und Anregungen für die Entwicklung der Stadt einzubringen. In mehreren Workshops am Nachmittag wurden sowohl gesellschaftliche als auch wirtschaftliche und infrastrukturelle Probleme und Wünsche besprochen. In der abschließenden Podiumsdiskussion wurden mögliche Lösungen für die dringendsten Probleme in der Stadtentwicklung diskutiert. Schwerpunktthemen waren dabei unter anderem der Rückgang des Einzelhandels auf der Rochlitzer Straße, die begrenzten freien Gewerbeflächen zur Ansiedlung neuer Arbeitgeber und das Kulturangebot der Stadt. Bereits des Öfteren kritisierten Vertreter der Hochschule, dass es in Mittweida keinen größeren Saal gebe. Eine Umfrage unter Mittweidaern ergab, dass der Wunsch nach einem Kulturzentrum in der Stadt sehr groß sei. Diesem Wunsch widersprach der freischaffende Künstler Jens Ossada aber: "Es gibt in Mittweida bereits sehr gute kulturelle Angebote, die sehr wenig genutzt werden. Man sollte diese erst einmal wahrnehmen." Für die Etablierung eines Innovationszentrums sieht der Bauamtsleiter der Stadt, Sebastian Killisch, hingegen gute Chancen: "Wir haben das Bahnhofsgebäude jetzt wieder in unseren Besitz gebracht. Ich sehe keine Hindernisse, dass Potential zu nutzen." Die baldige Einführung der S-Bahn-Verbindung zwischen Chemnitz und Mittweida biete zahlreiche Chancen, so Killisch. Weitere Gäste des Forums waren Katja Meier, Verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag und Jörg Hüsken, Geschäftsführer Cotesa. Das Format "Zukunftsforum" soll im neuen Jahr fortgesetzt werden, teilten die Veranstalter mit.