Mittweida: Materialmix für Bilder

Workshop In der Sommerakademie gab es verschiedene Angebote

Ehrenberg/Mittweida. 

Ehrenberg/Mittweida. Nachdem im soziokulturellen Zentrum "Müllerhof" Mittweida alle Veranstaltungen bedingt durch Corona seit April ausgefallen sind, ist es umso erfreulicher, dass die künstlerische Sommerakademie durchgeführt werden konnte. "Wir sind sehr froh, dass wir mit der 1. Veranstaltungen starten können, auch ein Herbstfest und eine Herbstakademie soll es noch geben", erklärt Geschäftsführerin Heike Berndt-Conrad. Bei Jens Ossada fanden sich zwei Frauen ein, die unter seiner fachkundigen Anleitung an Materialbildern im Refugium Ehrenberg arbeiteten. Das interessante an den Materialbildern ist, dass sie aus einem Mix entstehen. Teils werden sie plastisch gestaltet und auch mit Malerei oder Texten versehen. "Die Kunst hat keine Regeln", fasst Ossada zusammen und erklärt, dass die Vorbereitung und die Suche nach passendem Material viel länger dauert als die Vollendung des Bildes. Regine Krätzschmar reiste sogar aus Glaubitz bei Großenhain zum Workshop an. Sie kennt Jens Ossada, war auch schon in der Schreibwerkstatt, ein anderer Workshop der Sommerakademie. Ausschlaggebend für ihre Teilnahme war ein Besuch im Garten von Jens Ossada. "Ich wollte mal etwas ganz Neues ausprobieren und versuche nun in meinem Materialbild den Tod meiner verstorbenen Mutter zu verarbeiten", berichtet die 62-jährige EU-Rentnerin.

Gekommen ist sie ohne Idee und Vorstellung, erst im Gespräch fand sie ihr Motiv. "Das wir nur zwei Teilnehmerinnen sind, ist für uns ein Glücksfall.

Man kann mehr fragen und wird intensiv professionell betreut", stellt Regine Krätzschmar fest. Vor zwei Monaten besuchte Ulrike Krause aus Döbeln das Refugium, denn ihre Leidenschaft gehört der Kunst. "Auch in ihrer Freizeit malt und fotografiert sie gern und möchte nun mal ein weiteres Gebiet mit den Materialbildern ausprobieren", berichtet die Kunstlehrerin einer Mittelschule. Im Gespräch nahmen ihre vagen Vorstellungen Gestalt an. Sie beschäftigt sich mit dem Thema, was ihrer Meinung nach ein Grundproblem unserer Gesellschaft ist, das menschliche Gehirn und der Computer. "Ich bin kein Computergegner. Aber wir stehen jetzt an der Stelle, wo wir uns nicht nur um die Quantität kümmern müssen sondern die Qualität an Bedeutung gewinnt", stellt die 56-Jährige fest, die ihr Werk dann wahrscheinlich in der Schule ausstellen möchte. Karl-Heinz Nebel, Kursleiter der Schreibwerkstatt besuchte mit seinen fünf Teilnehmerinnen die beiden Künstlerinnen um Inspirationen für eine Geschichte zu erhalten. "Wir wollen uns während des viertägigen Kurses in Texten und Gedichten von Sprichwörtern und Zitaten leiten lassen", erklärt Karl-Heinz Nebel. Die Geschichten wurden am letzten Tag vor den anderen Teilnehmern vorgetragen. Auch die Porträtbilder sowie Landschaftsmalerei aus dem Kurs Malerei von den acht Hobbymalern wurden gezeigt. Außerdem haben acht Interessierte Rochlitzer Porphyr künstlerisch bearbeitet.