Mittweida probt heute für den Ernstfall

Katastrophenschutz Aufgabe: Mehr als 100 Verletzte müssen versorgt werden

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Am Samstag stellen Rettungsdienst und Katastrophenzug ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis. Foto: Funke/Archiv

Mittweida. Für die größte Katastrophenübung des Landkreises, die heute in Mittweida stattfinden wird, laufen die Vorbereitungen seit Anfang des Jahres.

So läuft der Tag ab

6 Uhr werden die ersten der über 100 Verletztendarsteller realistisch geschminkt. Der Landkreis probt gemeinsam mit fünf Kliniken und mehreren Hilfsorganisationen den Umgang mit einer Vielzahl von Verletzten. Angenommen wird, dass es eine Gasexplosion mit über 100 Verletzten in Mittweida gegeben hat. Diese müssen auf die umliegenden Krankenhäuser in Mittweida, Leisnig, Döbeln, Freiberg und Hartmannsdorf verteilt werden, die jeweils zwischen 15 und 36 Patienten aufnehmen.

"Die Häuser haben Alarmpläne, die in einem solchen Fall greifen. Deren Umsetzung ist Gegenstand der Übung", erklärt Jana Lützner, Leiterin des Referates Brandschutz, Rettungsdienst, Katastrophenschutz im Landratsamt. Im Vorfeld gab es einen Aufruf, um die notwendigen Statisten zu finden.

Situation soll möglichst realistisch dargestellt werden

Im Landratsamt in Mittweida werden diese am Morgen geschminkt und erhalten Instruktionen für ihr jeweiliges Verletzungsbild. Um die Situation realistisch darzustellen, sollen die ehrenamtlichen Statisten sich entsprechend ihrer Verletzungen verhalten. Mit dem Rettungswagen geht es von dort aus in eine der fünf Klinken. Deshalb werden besonders gegen 9, 11 und 13 Uhr verstärkt Rettungswagen mit Sondersignal unterwegs sein.

Mit in das Szenario involviert ist das Kreisauskunftsbüro des Deutschen Roten Kreuzes, an das sich die Bürger wenden können, um zu wissen wo ihre Angehörigen eingeliefert worden sind. Rund 350 bis 400 Personen sind am Samstag in die Probe involviert.

In den Krankenhäusern wird zusätzliches medizinisches Personal eingesetzt. Falls es zu einem echten Unfall oder Notfall kommen sollte, wird die Übung am jeweiligen Krankenhaus unterbrochen, sodass es zu keinen Einschränkungen im Rettungsdienst kommt.