Mittweida will knapp 12 Millionen Euro investieren

Haushalt Stadtrat verabschiedet Haushaltsplan einstimmig - Kritik gab es trotzdem

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Mit etwa zwei Millionen Euro ist die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Mittweidaer Haushaltsplan verankert. Die Baumaßnahme begann bereits 2016. Foto: Dennis Heldt/Archiv.

Mittweida. Die Stadt Mittweida hat sich auch 2017 wieder viel vorgenommen. 11,8 Millionen Euro beträgt das im Haushaltsplan vorgesehene Investitionsvolumen. Den entsprechenden Beschluss verabschiedeten die Räte auf der Stadtratssitzung am Donnerstagabend einstimmig. Damit will Mittweida in diesem Jahr sogar noch einmal mehr Geld für Bauprojekte ausgeben als es im vergangenen Jahr der Fall war. Auf 7,3 Millionen Euro beliefen sich die damaligen Investitionen, mehr als die Hälfte kostete allein die Umgestaltung des Stadions am Schwanenteich.

Die beiden größten Baustellen in diesem Jahr sind hingegen die Sanierung des Rathauses mit etwa 2,5 Millionen Euro und die Erneuerung des Bahnhofsvorplatzes für circa zwei Millionen Euro. Beide Maßnahmen laufen bereits auf Hochtouren. Doch trotz der hohen Investitionssumme verzichtet die Stadt auf die Aufnahme neuer Kredite: "Wir nutzen in diesem Jahr die guten Fördermittelmöglichkeiten durch Europäische Union, Bund und Freistaat voll aus, deswegen können wir unsere Eigenanteile an den Maßnahmen selbst finanzieren", erklärte Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU).

Trotz der einstimmigen Verabschiedung des Haushaltsplans, äußerten einige Räte auch Kritik an der defensiven Finanzpolitik. "Die vielen Investitionsprogramme sind für unsere Stadt sehr schön, aber wir müssen uns auch um andere Projekte kümmern, die schon länger diskutiert werden. Bauen wir ein Kulturhaus und was machen wir aus dem Bahnhof?", fragte Stadtrat Torsten Bachmann von der Linksfraktion.

Und auch aus Reihen der CDU waren mahnende Worte bei der Sitzung am Donnerstag zu vernehmen: "Unsere Sparbemühungen sind lobenswert, aber was nützt uns eine schuldenfreie Politik, wenn wir wirtschaftlich in Zukunft das Nachsehen haben? Wir sollten unsere Risikobereitschaft beibehalten. Wir müssen die Industrie im Mittweidaer Speckgürtel ausbauen und für die Wirtschaft in der Region werben", so CDU-Stadtrat Lothar Otto.