Modellprojekt liefert Wärme

Nahwärmeinsel Großes Interesse an den technischen Anlagen

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Planer Norbert Dittrich erklärt Besuchern die Arbeitsweise der Pelletheizung in der Nahwärmeinsel. Foto: Ulli Schubert

Oederan. Fast zu einem heimeligen Treffpunkt ist die Nahwärmezentrale am Mittwoch geworden. Zum einen war es tatsächlich gemütlich warm, zum anderen gab's belegte Brötchen und Kaffee. Aber das wussten die Oederaner nicht, die sich für das sanierte Haus und natürlich die Technik interessierten. "Diese große Resonanz hat uns wirklich überrascht", sagte Bauamtsleiterin Petra Wolf, die genau wie Bürgermeister Steffen Schneider und Mitarbeiter ihrer Abteilung den Gästen Rede und Antwort stand. Peter Wünsch, der gleich nebenan wohnt, meinte: "Ich bin froh, dass Krach und Dreck jetzt endlich vorüber sind." Worauf die Bauamtsleiterin erwiderte: "Das stimmt, wir sind allen Nachbarn sehr dankbar, dass sie das mitgemacht haben."

Bereits am Mittag war die offizielle Übergabe im Bürgersaal erfolgt, wo unter anderem die Planer das Modellprojekt vorstellten und Uwe Wildenauer von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH sprach, die mit der Projektsteuerung beauftragt war.

Die Energiezentrale mit den drei Wärmeerzeugern Blockheizkraftwerk, Pelletkessel und Erdgas-Spitzenlastkessel, die bis zu 950 kW Wärmeleistung zur Verfügung stellen können, wird künftig von der Firma Arnd Talkenberger betreut. "Herr Talkenberger hat sich sehr für das Projekt engagiert", so Bauamtsleiterin Wolf. Mit Wärme versorgt werden kommunale und private Häuser in der Altstadt. Derzeit wird an Anschlüssen für zwei weiteren Interessenten gebaut. Der Strom aus dem Blockheizkraftwerk und der Photovoltaikanlage wird in kommunalen Einrichtungen genutzt und speist zudem die erste Stromladesäule in Oederan.