Modernste Technik gegen Strahlen

Wissenschaft Neues CT im Diakoniekrankenhaus

Hartmannsdorf. 

Mehr gesunde als kranke Menschen waren am Samstag im Diakoniekrankenhaus in Hartmannsdorf zu Gast. Zum Tag der offenen Tür kamen um die 700 Besucher, um die Räumlichkeiten genauer unter die Lupe zu nehmen. Der ganze Stolz des Geschäftsführers Stephan Lazarides und des Chefarztes Olaf Dost befand sich dabei in der Abteilung Radiologie. Seit einer Woche steht dort ein neues CT-Gerät, das laut Lazarides in dieser Geräteklasse das erste in Ostdeutschland sei. Ein CT macht eine Vielzahl von Röntgenaufnahmen aus unterschiedlichen Richtungen und errechnet daraus die klinischen Bilder, die der Arzt anschließend analysiert. Der Vorteil für den Patienten: Mittels des neuen CTs könne die Strahlendosis bei Untersuchungen um etwa 50 Prozent reduziert werden. "Das ist gerade für junge Menschen wichtig, die noch die Familienplanung vor sich haben", sagt Olaf Dost. Da die Röntgenstrahlen zu Veränderungen des genetischen Materials, also des Erbgutes, führen können, seien sie stets mit der geringsten Stärke einzusetzen. Je nach Körpergewicht des Patienten könne ab jetzt eine individuelle Strahlendosis verabreicht werden. Reduzierte man in der Vergangenheit die Dosisapplikation, habe das allerdings oft zu erhöhtem Bildrauschen und damit zu einem Verlust an Bildqualität geführt. Trotz der geringeren Strahlung würden bei dem neuen CT nun erstklassige Bilder über den Computer übermittelt, erklärt der Chefarzt. "Das ist der neueste Standard in der Diagnostik", so Olaf Dost.

Das CT-Gerät in Hartmannsdorf komme sowohl in der Akutdiagnostik, zum Beispiel bei Schlaganfällen, Frakturen, Bauchverletzungen oder inneren Blutungen, als auch beim klassischen Verkehrsunfall zum Einsatz. Innerhalb von einer Minute, in der der Patient durch die Röhre geschoben wird, werden die ersten Bilder erstellt. Danach benötige der Arzt nur weitere fünf Minuten, um anschließend eine wegweisende Diagnose an die Chirurgie weiterzugeben. Am Tag komme das Gerät zwischen 20 und 25 mal im Diakoniekrankenhaus zum Einsatz.