Museum ruft alte Zeiten in Erinnerung

Ausstellung Traditionen vergangener Jahrhunderte werden in Gahlenz gezeigt

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Wer möchte, kann auch selbst mit anpacken, wie hier beim Seilern. Foto: Ulli Schubert

Gahlenz. Seit Juli 1992 präsentiert das Dorfmuseum im heutigen Oederaner Ortsteil Lebens- und Arbeitsweise auf dem Land von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Zu den traditionellen Veranstaltungen im Museum gehören das Erntefest, der Tag des offenen Denkmals und nicht zuletzt die Winterarbeiten, mit denen in die Saison gestartet und die Frage beantwortet wird, was die Bauern im Winter so trieben.

Handwerkliche Arbeiten

Die Männer beispielsweise gingen in den Wald, um Holz zu schlagen. Aus Birkenreisern wurden Besen gebunden und aus Weide Körbe geflochten. Auch die Frauen nutzten diese Zeit für viele hauswirtschaftliche Arbeiten wie Wolle spinnen, Strümpfe stopfen, Wäsche ausbessern, Säcke flicken und Federn schleißen. Mehr erfahren die Gäste zu den traditionellen "Winterarbeiten auf dem Bauernhof", welche jedes Jahr 14 Tage vor dem Ostersonntag stattfinden.

Vorführungen geplant

In diesem Jahr also am 18. März. Ab 10 Uhr ist geöffnet. Die Vorführungen der einzelnen Gewerke, der Dreschflegelgruppe und des Pferdegöpels beginnen 13 Uhr. Weiterhin werden handgemacht Keramik und Filzarbeiten, Honig, Pflanzen und regionale Wursterzeugnisse angeboten.

Und die Frauen des Heimatvereins sorgen für das bekanntermaßen reichhaltige Kuchenbuffet. Auch der Muldenhauer ist in diesem Jahr wieder mit dabei, kündigt Museumsleiterin Beate Mühl an.