Musik überwindet Grenzen

Projekt Oederaner Blasmusikanten engagieren sich für Flüchtlingskinder

Mit einem vielstimmigen Auftakt startete am Montag das Projekt der Oederaner Blasmusikanten "natur Klang welt Klang einzel Klang - Musik überwindet Grenzen!" in der Flüchtlingsunterkunft am St. Niclas Schacht in Freiberg. Man könnte auch ein altes Sprichwort abwandeln und sagen: Platz für die größte Tuba ist im kleinsten Raum. Und für Trompeten, Waldhörner und andere Blasinstrumente sowie 19 Kinder dazu. Exakt so viele Mädchen und Jungen, die aus verschiedenen Ländern, vor allem aber aus Albanien stammen, wollten die Instrumente ausprobieren. Am liebsten gleichzeitig. Jonas Ernecke und zwei weitere Studenten der Hochschule für Musik Dresden hatten die Einführung in die Welt der Blasmusik übernommen, was den Kindern sichtlich Freude bereitete. Jonas Ernecke ist auch Dirigent bei den Oederaner Blasmusikanten. Er findet die Aktion ganz selbstverständlich: "Musik ist universell, überwindet alle Grenzen." Eben so, wie das Thema des Projektes lautet, das von Günter Wittwer initiiert wurde. Es besteht sozusagen aus zwei Teilen. Einer ist eine Ferienfreizeit, die in der kommenden Woche in Langenstriegis stattfindet. Einzel- und Ensembleproben mit den gerade erlernten Instrumenten stehen ebenso auf dem Plan wie verschiedene Freizeitangebote. Am Freitag findet in der Turnhalle Schönerstadt dann die Projektwoche mit einer Veranstaltung ihren Abschluss. Für Günter Wittwer ist der zweite Teil, ebenfalls vom Bundesjugendring geförderte Tagesprojekte, mindestens genau so wichtig. "Für uns gehören beide Formate zusammen, denn wir wollen mit den Einzeltagen versuchen, eine gewisse Nachhaltigkeit nach den Ferienfreizeiten zu erreichen. Wer in der Beschäftigung mit Musik vorankommen will, muss einfach dranbleiben." Nach dem Auftakt am Montag werden die Tagesprojekte künftig wohl donnerstags sowohl in Freiberg wie in Oederan stattfinden. Für die Ferienfreizeit gab es übrigens so viele Bewerber einheimischer und Kinder aus Flüchtlingsfamilien, dass nicht alle Teilnahmewünsche erfüllt werden konnten.