Musikalische Tradition lebt wieder auf

Auftritt Lehrer der Musikschule Freiberg gaben ein gemeinsames Konzert

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Bernadette Zyball und Karl-Heinz Weigel bei ihrem Auftritt zum Lehrerkonzert. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Es war, als hätte über den Zeitraum von zehn Jahren etwas im Kulturkalender der Silberstadt Freiberg gefehlt. So lange nämlich gab es das Lehrerkonzert der Musikschule Mittelsachsen schon nicht mehr. Was zuvor eine gute und eingeführte Tradition war, schlief mit der Zeit trotzdem irgendwie ein, und keiner konnte hinterher so richtig sagen, warum das geschehen ist.

Musiklehrer sind auch Künstler

Es ist zwei jungen Frauen zu verdanken, dass diese Tradition nun am vergangenen Samstag in der Annenkapelle des Freiberger Doms St. Marien eine gelungene Urständ feiern durfte. Denn Katharina Hautog und Bernadette Zyball fanden es einfach zu schade, dass eine solche Institution wie dieses Konzert nicht mehr existierte, zumal ein Musiklehrer in erster Linie Musiker ist, und nicht Lehrer. Was bedeutet, dass er gerne sein Instrument spielt und dies, sonst wär er wohl kein Künstler, bevorzugt vor Publikum.

Letzteres zeigte durch seine zahlreiche Anwesenheit, dass auch ihm das Lehrerkonzert gefehlt hat. "Wir richten uns damit vor allem an die Musikschüler und ihre Eltern", sagt Bernadette Zyball, und Katharina Hautog ergänzt: "So können sie erleben, in welche Richtung die Ausbildung einmal geht."

Tradition soll fortgesetzt werden

Große Unterstützung erfuhren die Organisatorinnen durch Margot Berthold, Leiterin der Musikschule, bei der sie mit ihrer Idee offene Türen einrannten. Aber auch die Resonanz der anderen Lehrer war groß. Mancher von ihnen war noch bei den letzten Konzerten dieser Art dabei und freute sich nun darauf, dass es wieder losging. Das Publikum erlebte einen bunten Mix aus Jazz, Pop und natürlich Klassik.

Im kommenden Jahr soll es wieder ein Lehrerkonzert geben, dann aber an anderer Stätte. Damit wäre dann die Wiederbelebung der Tradition auch tatsächlich abgeschlossen.