Musikalischer Siegeszug: Dieses Instrument ging einst von Sachsen in die weite Welt hinaus

Ein interessantes Instrument steht in Frankenberg im Fokus

Frankenberg

Wer ein Instrument spielen möchte, sollte sich in der Notenkunde auskennen. Dieser Grundsatz galt für das Bandoneonspiel in Übersee, aber nicht für Deutschland. Hier spielte man nach einem speziellen Zahlensystem.

Ursprünge liegen in Sachsen

Deshalb war es vor allem unter der einfachen Bevölkerung sehr beliebt. Die Ursprünge des Bandoneons liegen in Sachsen, so entstanden um 1850 in Carlsfeld, Waldheim und Chemnitz entsprechende Fabriken. Das nur von außen einem Akkordeon ähnelnde Instrument wurde nicht nur in Europa gespielt, sondern erlangte seinen Siegesruhm mit dem Tango in Südamerika.

"Dort ist es aus den Tango-Orchestern nicht mehr wegzudenken", sagt der Dresdner Jürgen Karthe.

Spannende Ausstellung

Er hat gemeinsam mit Heiko Guter aus Leipzig eine Ausstellung konzipiert, die sich voll und ganz dem Bandoneon widmet.

"Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit diesem Instrument. Doch jetzt ist es uns erstmals gelungen, in diesem großen Umfang eine Exposition auf die Beine zu stellen", erklärt Karthe, der selbst Berufsmusiker ist und bereits in Südamerika mehrmals aufgetreten ist..

Pioniertöne aus Sachsen

Die Ausstellung wird unter dem Titel " Pioniertöne aus Sachsen - Das Bandoneon und seine Geschichte" noch bis zum 31. Mai 2026 in der Zeit-Werk-Stadt Frankenberg an der Chemnitzer Straße gezeigt. Ein weiterer Bestandteil der Schau sind auch verschiedene Konzerte.

Konzertlesung mit Tango-Duo

So ist für den 22. Februar um 17 Uhr eine Konzertlesung mit dem Tango-Duo Amoratado vorgesehen. Diese Veranstaltung steht unter dem Motto "Vom Erzgebirge nach Buenos Aires - Das Bandoneon erzählt seine Geschichte". Franziska Bäßler von der Zeit-Werk-Stadt macht zudem deutlich, dass damit das Programm nicht erschöpft ist.

"Wir haben im März, April und Mai weitere Veranstaltungen zum Thema geplant. Zudem kann man sich parallel unser gesamtes Erlebnismuseum anschauen, in dem es viel zur sächsischen Industriegeschichte zu erfahren gibt", sagt die Chefin der Einrichtung.

 

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