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Nach Explosion in Döbelner Mehrfamilienhaus: Neue Erkenntnisse

Blaulicht Einsatzkräfte führten Evakuierung durch

Döbeln. 

Döbeln. In einer Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in der Schillerstraße war es am Montagnachmittag gegen 14.30 Uhr auf bislang ungeklärte Art und Weise zu einer Explosion gekommen. Dabei wurde sowohl der Mieter (31) der betroffenen Wohnung, als auch ein weiterer Hausbewohner (56) der ersten Etage schwer verletzt. Beide mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Der Fahrer (38) eines Pkw Citroën, welcher zum Zeitpunkt der Explosion am Wohnhaus vorbeifuhr, wurde leicht verletzt.

 

Einsatzkräfte führten Evakuierung durch

Die Einsatzkräfte mussten das stark beschädigte Gebäude sowie ein Nachbarwohnhaus evakuieren. Die Wucht der Explosion führte augenscheinlich zu erheblichen Schäden an der Bausubstanz des betroffenen Gebäudes. Zudem trafen umherfliegende Trümmerteile nach derzeitigem Kenntnisstand zehn Fahrzeuge, welche sich in der Nähe des Wohnhauses befanden. Der explosionsbedingte Sachschaden beläuft sich nach aktuellem Ermittlungsstand auf mehrere hunderttausend Euro.

 

Landeskriminalamt wurde hinzugezogen

Für die ersten Maßnahmen kamen sieben Beamte des Polizeireviers Döbeln sowie drei Beamte des Polizeireviers Rochlitz zum Einsatz. In der Folge wurden Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Sachsen und der Chemnitzer Kriminalpolizei hinzugezogen. Brandursachenermittler werden am heutigen Dienstag die Ermittlungen zur Explosionsursache vor Ort fortsetzen.

 

Update, 7. Januar, 14.30 Uhr

Am Montag ereignete sich eine Explosion in einer Erdgeschosswohnung in der Schillerstraße. Nach dem Einsatz von Brandursachenermittlern der Kriminalpolizeiinspektion Chemnitz und der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen kann von einer vorsätzlichen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion ausgegangen werden. Ermittlungen dazu ergaben, dass an einer Gastherme in der Wohnung des 31-jährigen Tatverdächtigen manipuliert wurde, was schlussendlich zur Explosion geführte hatte. Das Haus ist derzeit weiterhin nicht bewohnbar.

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