Nach Großbrand in Mittelsachsen: Technischer Defekt ausgeschlossen

Probleme mit Löschwasser erschwerten den Einsatz

Lunzenau

Ein Großbrand hat am Mittwochabend zahlreiche Einsatzkräfte beschäftigt. Gegen 19.30 Uhr geriet in der Feldstraße ein Einfamilienhaus in Brand. Die Flammen griffen rasch auf mehrere angrenzende Nebengebäude über.

Löscharbeiten erschwert - Probleme mit Löschwasser

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Mehrere Ortswehren aus der Umgebung waren im Einsatz. Die Brandbekämpfung gestaltete sich zunächst schwierig, da es nach ersten Informationen Probleme mit der Löschwasserversorgung gab. Die Einsatzkräfte mussten eine längere Schlauchleitung aufbauen, um genügend Wasser zur Brandstelle zu fördern.

Dichte Rauchwolke über dem Ort - Warnung über Nina-App

Durch das Feuer kam es zu einer starken Rauchentwicklung, die bis in benachbarte Ortsteile sichtbar war. Die Rettungsleitstelle gab eine Bevölkerungswarnung über die Warn-App "Nina" heraus und riet Anwohnern, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Brandursache noch unklar - Löscharbeiten dauern an

Zur Ursache des Feuers gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Auch ob Personen verletzt wurden, ist derzeit noch offen. Die Feuerwehr ist zur Stunde weiterhin mit Löscharbeiten beschäftigt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Update der Polizei am 6. November

Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte sind in der vergangenen Nacht in der Feldstraße auf einem Privatgrundstück zum Einsatz gekommen. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand war es aus noch ungeklärter Ursache in einem Nebengelass zum Brand gekommen, welcher sich in der Folge ausbreitete und auf ein angrenzendes Einfamilienhaus übergriff. Die beiden Bewohner (53-jährige Frau, 53-jähriger Mann) hatten sich selbstständig in Sicherheit gebracht und den Notruf gewählt. Sie blieben unverletzt. Die Feuerwehr löschte die Flammen. Das Nebengebäude wurde vollständig zerstört und das Wohnhaus erheblich beschädigt. Das Einfamilienhaus ist derzeit nicht bewohnbar. Angaben zum brandbedingten Sachschaden sind derzeit noch nicht bekannt. Ein Brandursachenermittler der Chemnitzer Kriminalpolizei wird am Donnerstag den Brandort untersuchen.

Stadt Lunzenau errichtet Spendenkonto 

Die Stadt hat ein Spendenkonto eingerichtet, um in dieser schweren Zeit Unterstützung zu ermöglichen. Hier dazu mehr.

Update der Polizei am 7. November

Am gestrigen Donnerstag untersuchte ein Brandursachenermittler den Brandort. Im Ergebnis der Untersuchungen brach das Feuer im Bereich eines Ofens im Nebengelass aus. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand kann ein technischer Defekt an der Elektrik des Gebäudes ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen dauern an. 
Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Sachschaden von mindestens mehreren zehntausend Euro.

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