• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
Sachsen

Nach Nötigung durch Auto: Motorradgespann überschlägt sich in Lichtenau

Blaulicht Motorrad streifte PKW zuvor, sodass dieser das Gespann verfolgte

Lichtenau. 

Lichtenau. Polizei und Rettungskräfte wurden am Sonntag zu einem Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten gerufen, dem nach derzeitigem Kenntnisstand Folgendes vorausgegangen war.

 

Neunjähriges Kind im Beiwagen

Auf der B 107 war ein 42-Jähriger mit einem Krad AWO samt Beiwagen, in dem ein neunjähriges Mädchen saß, in Richtung Chemnitz unterwegs. Dabei streifte das Motorradgespann vermutlich einen entgegenkommenden Audi. Der Audi-Fahrer (35) wendete seinen Wagen daraufhin, fuhr der AWO hinterher und versuchte durch wiederholte Überhol- und Ausbremsmanöver, den Biker zum Anhalten zu bewegen. Der 42-Jährige wich jedoch mehrfach aus, überholte seinerseits den bremsenden Audi und versuchte, weiterzufahren.

 

Offenbar während das Motorradgespann etwa 300 Meter vor dem Abzweig nach Köthensdorf links am Audi vorbeifahren wollte, lenkte der 35-Jährige den Pkw ebenfalls nach links, sodass es zur seitlichen Kollision beider Fahrzeuge kam. Der Kradfahrer verlor daraufhin die Kontrolle über die AWO mit Beiwagen, die links in den Straßengraben fuhr und sich abseits der Straße überschlug.

 

Die Neunjährige wurde dabei aus dem Beiwagen geschleudert und ebenso schwer verletzt, wie der Biker selbst. Beide mussten durch Rettungskräfte zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden am Krad und dem PKW wurde in Summe auf mindestens 5.000 Euro geschätzt.

Am Unfallort stellten Polizisten den Führerschein des Audi-Fahrers sicher und fertigten zugleich mehrere Anzeigen. Gegen den deutschen Staatsbürger wird nunmehr wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässige Körperverletzung in Verbindung mit dem Unfallgeschehen sowie Nötigung im Straßenverkehr ermittelt.

 BLICK ins Postfach? Abonniert unseren Newsletter!