Nach Solarworld-Insolvenz: noch 400 Mitarbeiter auf Jobsuche

Wirtschaft 50 Unternehmen bei Jobbörse in Freiberg

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Die Jobbörse für ehemalige Solarwerker stieß auf großes Interesse. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Die Insolvenz von Solarworld mag durch den Verkauf an den neuen alten Eigentümer Frank Asbeck wirtschaftlich vorerst beendet sein, für die zahlreichen Mitarbeiter, die dadurch ihre Jobs verloren, ist sie das noch lange nicht.

Knapp 400 von ihnen suchen nach wie vor einen neuen Arbeitsplatz. Derzeit sind sie in einer Auffanggesellschaft untergekommen. Doch wie geht es danach weiter? Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Freiberg veranstaltete die Transfergesellschaft am Mittwoch der vergangenen Woche im Städtischen Festsaal am Freiberger Obermarkt eine Jobbörse.

Wiedereinstieg wird für manche nicht leicht

Diese stieß auch auf großes Interesse. 50 Unternehmen stellten dabei ihre Angebote vor, nicht nur aus der Solarbranche verwandten Bereichen. Sie kamen aus der näheren Umgebung Freibergs, aber auch aus anderen Teilen Sachsens. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt stehen für die ehemaligen Solarwerker nicht schlecht, heißt es, doch ist auch zu vernehmen, dass es in vielen Fällen wenig Übereinstimmung gibt.

Vor allem bei Arbeitsort oder Entlohnung gehen die Vorstellungen oft auseinander. Ebenso sieht es bei der Art der angebotenen Arbeit aus, für die manche entweder zu hoch oder andere wiederum zu niedrig qualifiziert sind.

Zwar geht Bernd Nickolay, Geschäftsführer der Transfergesellschaft, davon aus, dass ein Großteil dank der Messe wieder in Lohn und Brot kommt, doch dürfte das den meisten von ihnen nicht ohne Zugeständnisse gelingen. In der Mehrzahl sind sie schon um die 50 Jahre alt, haben sich in der Region ein Leben aufgebaut. Nach der Solarworld-Insolvenz könnte die Zukunft für sie weitere Einschnitte bringen.