Nach Stürmen wird wieder Ordnung hergestellt

Unwetter Stadtwald in Oederan wurde stark beschädigt

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Bürgermeister Steffen Schneider verweist auf die Stelle, wo das Denkmal für Franz Schubert stand - und wo es auch wieder hinkommen soll. Foto: Ulli Schubert

Oederan. "Es ist so viel Luft im Wald", sagte Steffen Schneider. Oederans Bürgermeister meint damit nicht, dass die Luft im Wald sicher gesünder als die im Büro ist, nein, er staunt über die Schneisen, die der Sturm in den Stadtwald geschlagen hat und wodurch sich ganz neue Sichtachsen ergeben.

Oder anders gesagt: Man kann jetzt durch ihn hindurch schauen, da, wo man es vorher nicht konnte. Nach Sturm "Herwart" im Herbst hatte das Sturmtief "Friederike" Anfang des Jahres auch in der Oederaner Region gewütet und große Schäden verursacht. Besonders stark betroffen waren neben dem Stadtwald der Börnichener Park, der Struthwald und der Park am Klein-Erzgebirge.

Aufräumarbeiten nähern sich dem Ende

Bis in die letzte Aprildekade war der Stadtwald daraufhin vorsorglich zur Sicherheit der Bevölkerung gesperrt worden. Die rasche Beräumung des Waldes war aber nicht nur aus Sicherheitsgründen erforderlich, sondern auch, um eine Borkenkäferinvasion zu verhindern. Die Aufräumarbeiten im Stadtwald nähern sich dem Ende, wie sich Bürgermeister Steffen Schneider jüngst überzeugte.

An vielen Stellen am Wegesrand stapelt sich das Holz zuhauf. Ein Teil davon ist schon verkauft, viel Erlös bleiben wird für die Stadt aber nicht. "Denn natürlich werden wir in Absprache mit dem Sachsenforst die Flächen wieder aufforsten und das kostet genauso Geld, wie die Beseitigung der Sturmschäden. Wir können jetzt noch keine endgültigen Zahlen nennen. Ich bin aber froh, dass die Mitarbeiter der Firma Martin augenscheinlich eine gute Arbeit geleistet haben", so das Stadtoberhaupt.