Nahwärmezentrale nimmt ihre Arbeit auf

Modellvorhaben im Oederaner Altstadtquartier kann am 7. Dezember in Augenschein genommen werden

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Energiemanager Eberhard Ohm im Raum mit der Pelletheizung in der Nahw?rmezentrale in der Oederaner Schulgasse. Foto: Ulli Schubert

Oederan. Am Mittwoch wird die Nahwärmeinsel in der Oederaner Schulgasse offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Das rund 19, Millionen teure Projekt besteht zunächst aus der modularen Nahwärmeversorgung im Altstadtquartier, die sowohl für öffentliche wie private Wohn- und Geschäftshäuser gedacht ist. Derzeit werden die städtischen Gebäude Markt 5 bis 7 durch die Zentrale, zu der ein Blockheizkraftwerk, eine Pelletheizung und einen Spitzenlastkessel gehören, mit Wärme beliefert. Die ersten Anschlüsse von Privathäusern sollen noch in diesem Jahr erfolgen. Insgesamt hat die Stadt als Bauherr die Leitungen und Übertragungstationen für 18 Abnehmer bauen lassen. Wer im Denkmalschutzbereich in Oederan ein Haus sanieren will, muss nach der Energieeinsparverordnung zumindest einen Teil erneuerbare Energien nutzen. "Mit dem Anschluss an die Nahwärmeinsel ist das gegeben", so Energiemanager Eberhard Ohm.

Zum zweiten ist die Sanierung des Hauses Schulgasse 4 fast schon ein Musterbeispiel der Restaurierung eines denkmalgeschützten Gebäudes. Für Wohnzwecke war das Gebäude nicht mehr nutzbar, im Grunde genommen war es abrissreif. Durch das Vorhaben der Stadt ist in mehr als drei Jahren Bauzeit ein (weiteres) Schmuckstück im Oederaner Zentrum entstanden. An vielen Details lässt sich die Arbeit der Restauratoren nachvollziehen, wo immer notwendig wurde Historisches in Absprache mit dem Denkmalschutz erhalten.

Landrat Matthias Damm hatte sich das hochkomplexe Modellprojekt bereits in der vergangenen Woche anlässlich seines Kommunaltags in Oederan angeschaut. Am 7. Dezember sind von 16 bis 18 Uhr alle Neugierigen willkommen, sich ein Bild von der neuen Technik aber auch der restaurierten Bausubstanz zu machen.