Narren übernehmen Zepter und Rettungsschirm

Fasching In Meerane heißt es nun "Hellas" und nicht mehr "Hellau"

Zum Start in die Faschingssaison hat Bürgermeister Lothar Ungerer (parteilos) nicht nur das Zepter an die Narren übergeben. Er brachte - mit Blick auf die Griechenland-Finanzkrise - auch noch einen Rettungsschirm mit. Die Narren, die in der Vergangenheit erst in der Stadthalle und dann in der Tanzbar "Foxx" gefeiert haben, wechseln nämlich erneut den Veranstaltungsort. Sie präsentieren ihr Programm im griechischen Restaurant "Rhodos". Präsident Thomas Gregor frohlockte: "Wir lassen uns nicht verbiegen, deshalb feiern wir beim Griechen." Dafür haben sie auch ihren Schlachtruf geändert - von "Hellau" in "Hellas".

Der neue Schlachtruf wurde am späten Mittwochvormittag bei der Übergabe von Zepter und Rettungsschirm schon mit rund 300 Narren-Fans auf dem Markt getestet. Für die passende musikalische Unterhaltung sorgten die Frauen und Männer aus der "Rasselbande". Dagegen fehlte ein Auftritt der Tanzboden-Mädels. Der Grund: Sie bekamen von der Schule nicht frei.

Zum gefundenen Fressen für die MCV-Crew hat sich die neue Ausschilderung der Hauptzufahrtsstraße nach Meerane entwickelt. Sie wurde - ausgerechnet von den "geliebten" Nachbarn aus Glauchau - auf einer Hinweistafel zur Nebenstrecke degradiert. Thomas Gregor wünschte sich - mit Blick auf die Ausschreitung bei der Ankunft eines Flüchtlingszuges in Meerane - von den Einwohnern ein "offenes Herz und ein offenes Hirn". Der MCV-Chef kritisierte zudem die Anfeindungen gegenüber Lothar Ungerer. "Er sitzt nicht in Berlin und erlässt die Gesetze", sagte Gregor.