Natur trifft in Burgstädt auf offene Ohren

Initiative NABU Burgstädt startet Projekt Apfellehrpfad

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Josina und Annemarie am entstehenden Apfellehrpfad in Burgstädt an der Peniger Straße. Foto: NABU Burgstädt

Burgstädt. In Burgstädt wird viel für die Natur und Umwelt getan: Aktuelle Beispiele dafür sind die seit 2015 entstandenen vier Schmetterlingswiesen im Stadtgebiet von Burgstädt im Rahmen des sächsischen Landesprojektes "Puppenstuben gesucht" sowie die aktuelle Initiative des NABU Burgstädt "Apfellehrpfad".

Peniger Straße wird zum Lehrpfad

An der Peniger Straße in Burgstädt, direkt nach dem Ortsausgangsschild in Richtung Mühlau/Chursdorf, entsteht nämlich derzeit auf einer reichlich 1.000 Quadratmeter großen Fläche ein etwa 250 Meter langer Apfellehrpfad. "Bereits seit längerer Zeit lagen hier drei Kleingärten brach", sagte die NABU Burgstädt Projektverantwortliche Catrin Just zur Vorgeschichte dieses Projektes.

Bevor das Projekt Apfellehrpfad aber angegangen werden kann, muss noch einiges getan werden: So müssen Wurzeln und Betonteile sowie weiterer Müll beräumt werden. Außerdem sind Bäume, die in den benachbarten Straßen- und Feldbereich hineinwachsen, zu fällen. "Das klingt nach viel Arbeit, aber das lohnt sich", ist sich die Projektverantwortliche sicher.

Denn:

Streuobstbestände gehören zu den vielfältigsten und artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas und haben eine große Bedeutung für das Erhalten der Sortenvielfalt, den Klima-, Boden- und Wasserschutz, sowie den Erholungswert einer Landschaft. Auf dem Gelände stehen alte hochstämmige beziehungsweise halbstämmige Obstbäume, fünf Apfel-, zwei Kirschbäume und ein Birnbaum. Diese Gewächse sollen natürlich erhalten und auch durch weitere Pflanzungen ergänzt werden.

Wie eine Streuobstwiese erhalten und gepflegt werden kann, darüber soll der Apfellehrpfad künftig informieren. Unter anderem auch mit einer Lehrtafel, die noch in diesem Jahr aufgestellt werden soll. Weiterhin sollen unter anderem Quiz-Stationen zu mehreren Apfel-/Naturschutz-Themen sowie eine rustikale Sitzgelegenheit entstehen. "Perspektivisch ist es außerdem vorstellbar, den Lehrpfad eventuell bis zum Straßenabzweig Richtung Mühlau beziehungsweise Chursdorf zu verlängern", so Catrin Just zu weiteren Plänen.