Naturschutzstation macht neugierig auf die Natur

Resümee NABU-Regionalgruppe Burgstädt zieht erfolgreiche Bilanz

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Das Waldhaus in der Naturschutzstation Herrenhaide ist der Treffpunkt der Mitglieder der NABU-Regionalgruppe Burgstädt. Foto: Uwe Schönberner

Herrenhaide/Burgstädt. Die NABU-Regionalgruppe Burgstädt, die über 230 Mitglieder hat, kann ein erfolgreiches Jahres-Resümee ziehen: "Rund 1.500 Interessierte konnten 2017 während der Veranstaltungen auf dem Gelände der Naturschutzstation Herrenhaide Wissenswertes über unsere heimische Natur erfahren", stellte Jenny Oehme, die 2017 Leiterin der Naturschutzstation war, zufrieden fest.

Mit dem Fledermaus-Detektor in die Dämmerung

So gab es für die Besucher beispielsweise interessante Informationen über das richtige Bewirtschaften von Wiesen und Flächen zum Erhalt der Artenvielfalt, über Kräuter, Pilze, Insekten, Vögel, Wölfe und vieles weitere mehr. Außerdem wurden während der Schmetterlings-Nacht Lichtfänge installiert, um die Welt der heimischen Nachtfalter sichtbar zu machen.

Zur Fledermaus-Nacht ging es gemeinsam mit den Besuchern und einem Fledermaus-Detektor in die Dämmerung hinaus, um auch diesen Tieren, die den Blicken der Menschen oft verborgen bleiben, ein Stück näher zu kommen. Im Rahmen des Angebotes "Grünes Klassenzimmer" fanden auch wieder Schulklassen den Weg in die Naturschutzstation.

Durch Schmetterlingswiesen kehrten Falterarten zurück

Weiterhin wurde im Frühjahr eine NAJU-(Naturschutzjugend-) Gruppe als außerschulisches Bildungsangebot gegründet. "Besonders freuen wir uns auch über die Auszeichnung des Schmetterlingswiesen-Projektes. Diese sachsenweite Aktion startete vor drei Jahren mit der allerersten Schmetterlingswiese auf dem Gelände der Naturschutzstation", so die Stationsleiterin.

Seitdem wurden im Freistaat etwa 180 entsprechende Wiesen geschaffen. Dadurch kehrten mehrere verloren geglaubte Falterarten zurück beziehungsweise konnten Bestände stabilisiert werden.

"Allen Mitgliedern und ehrenamtlich Aktiven sei für ihren Einsatz tausendfach gedankt. Nur durch dieses Herzblut und Engagement ist wirksamer Naturschutz möglich", sagte Oehme. Jenny Oehme arbeitet seit Jahresbeginn als Umweltpädagogin der Naturschutzstation.