Naturschutzstation und Poesie 

Umwelt Herrenhaide bietet neben der Fauna und Flora auch der Kunst ein Podium

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Marion Süß bringt Poesie in die Naturschutzstation Herrenhaide. Foto: Uwe Schönberner  Foto: Uwe Schönberner

Herrenhaide/Burgstädt. Unter dem Motto "Mit Poesie durch blühende Wiesen" ging's kürzlich durch das Terrain der Naturschutzstation Herrenhaide. Über 20 Interessierte Natur- und/oder Lyrikfreunde ließen sich von Marion Süß vom NABU Burgstädt durch die Wiesen führen. Dabei erklärte Süß insbesondere, welch lila Blütenmeer sonst hier auf dieser Teufelsabbiss-Wiese vorzufinden sei, doch die Trockenheit der vergangenen Wochen hat auch um die Naturschutzstation Herrenhaide keinen Bogen gemacht. Selbst die hier normalerweise in Massen auftretenden Schmetterlinge waren dadurch nur sporadisch vertreten: Lediglich Perlmuttfalter, Ochsenauge, Kleines Wiesenvögelchen Kohlweißling und Kaisermantel ließen sich blicken.

Nichtsdestotrotz berichtete Süß, die übrigens im NABU Burgstädt Projektleiterin Schmetterlingswiesen ist, über die Entwicklung dieses landesweiten Projektes. "Hier in Herrenhaide wurde durch den Minister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt, dieses Projekt vor zwei Jahren gestartet, und inzwischen gibt es über 200 solcher Wiesen im Freistaat", berichtete Süß zur Resonanz auf dieses Projekt. Dass es in der Region Burgstädt eine Konzentration an Schmetterlingswiesen gibt, ist insbesondere mit das Verdienst von Marion Süß, die sich sehr für diese Schmetterlingswiesen engagiert.

Jeder kann zum Erhalt der Schmetterlinge beitragen

Wer mehr über diese lobenswerte Initiative erfahren möchte, kann das im Internet unter www.schmetterlingswiesen.de. In unmittelbarer Nähe des Schmetterlingswiesen-Schildes konnte weiterhin die Raupe eines Schwalbenschwanzes erspäht werden. "Jeder kann mit einem kleinen Beitrag zum Erhalten der Natur beitragen", ist Marion Süß überzeugt, "und wenn es das Stehenlassen einiger Wildpflanzen im eigenen Garten ist". Während des Rundganges durch das etwa 3,5 Hektar große Gelände der Naturschutzstation rezitierte Süß mehrere eigene Gedichte, die allesamt mit der Natur zu tun hatten, wie beispielsweise "Dieser Duft" oder "Musikalische Wiese". Darin geht es unter anderem um die einzigartige Faszination der Fauna und Flora auf der Erde und dass es das zu schützen gilt.