Neo-Rokokosaal im Fokus

Sanierung Millionenbau am Markt könnte 2016 in Angriff genommen werden

Die Stadt Hainichen besitzt ein Kleinod, das selbst einen Vergleich zur sächsischen Metropole Dresden nicht scheuen muss: den Neo-Rokokosaal des "Goldenen Löwen" unmittelbar am Markt. Dieser prachtvolle Saal soll endlich mehr in den Fokus treten und so Hainichen noch bekannter machen. Bevor das allerdings passieren kann, ist eine Sanierung notwendig, die bereits seit Jahren überfällig ist. Die äußere Hülle des Saales war bereits 2010 im Zusammenhang mit der Umgestaltung des ehemaligen Hotels "Goldner Löwe" zu einer Drogerie beziehungsweise zum Betreuten Wohnen in Ordnung gebracht worden. Doch im Inneren gibt's nach 30 Jahren einiges zu tun. 1985 war der Saal mit seinen zahlreichen vergoldeten Stuckarbeiten anlässlich der 800-Jahr-Feier von Hainichen rekonstruiert worden. Wurde der Saal bis etwa 2005 noch sporadisch für Veranstaltungen/Ausstellungen genutzt, so steht er seitdem leer. "Ein Stück umfangreicher als zunächst angenommen hat sich die Baumaßnahme der Sanierung des Saalinneren beim 'Goldenen Löwen' herausgestellt", beschreibt Bürgermeister Dieter Greysinger den baulichen Aufwand der Sanierung. Die geschätzte Gesamtsumme der Rekonstruktion liegt bei etwa 3,6 Millionen Euro. Davon muss die Stadt im Fall des Bereitstellens zusätzlicher Mittel aus dem Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz durch den Freistaat rund 1,2 Millionen Euro Eigenanteil bezahlen. Am 16. Dezember soll von den Stadträten der Baubeschluss "Sanierung Saal Goldener Löwe" gefasst werden. Falls dieser Beschluss nicht zustande kommt, droht das Rückzahlen der ausgereichten Fördermittel in Höhe von knapp 600.000 Euro für das Sanieren der äußeren Hülle. Baubeginn für den Saal könnte Mitte 2016 sein.