Neue Anlage der Gießereibranche eingeweiht

Wirtschaft Erster Abguss zum Kolloquium

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Die neue Induktionsofenanlage im Gießerei-Institut wurde am Donnerstag in Betrieb genommen. Foto: Stefanie Horn

Freiberg. Das Gießerei-Institut und der Vorstand der Fachschaft der Freiberger Gießer haben in der vergangenen Woche zum bereits 27. Ledebur-Kolloquium eingeladen. Diskutiert wurden im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung die aktuellen Forschungs- und Entwicklungstrends in der Gießereibranche.

Erinnerungsplakette gegossen

Bevor das Kolloquium jedoch offiziell eröffnet wurde, durften sich die Gäste und Mitarbeiter des Institutes auf einen ganz besonderen Höhepunkt freuen. Unter der Anwesenheit des Rektors der TU Bergakademie Freiberg wurde am Donnerstag mit der Vakuum-Induktionstiegelofen-Schmelzanlage der Firma Otto Junker ein neues Großgerät eingeweiht.

Gegossen wurde zur Premiere eine Erinnerungsplakette, die später auch die Gießereihalle zieren soll. "Mit dieser hochmodernen Anlage können wir sowohl im Bereich der Forschung als auch in der Lehre neue Maßstäbe setzten", freut sich Professor Gotthard Wolf, Direktor des Gießerei-Institutes der TU Bergakademie Freiberg.

Hohes Maß an Sicherheit gegen Tiegeldurchbruch

Die Herstellung von hochwertigen Stahlguss- und Gusseisenschmelzen im Bereich zwischen 100 bis 250 Kilogramm und eine große Flexibilität bezüglich der Nutzungsvarianten dieses Schmelzaggregates stellen eine wichtige Basis für die Realisierung von Lehr- und Forschungsaufgaben am Gießerei-Institut dar. Durch die Möglichkeit, bei Bedarf unter Vakuum zu schmelzen, können gas- und oxidarme Schmelzen erzeugt und eine hohe Flexibilität gewährleistet werden. Die zusätzliche Variante des Niederdruckgießens ermöglicht eine besonders reine Schmelze sowie eine turbulenzarme Formfüllung. Des Weiteren gewährleistet die Ofenanlage dank eines Tiegelüberwachungssystems ein hohes Maß an Sicherheit gegen Tiegeldurchbruch.