Neue Attraktion soll bis 2020 fertig sein

Kommunalpolitik Frankenberger Stadtrat entscheidet über Erlebnismuseum

neue-attraktion-soll-bis-2020-fertig-sein
Foto: Milenko Bokan/Getty Images/iStockphoto

Frankenberg. Der Frankenberger Stadtrat hat jüngst die Realisierung des Bauvorhabens Erlebnismuseum für Stadt- und Industriegeschichte "Zeit-Werk-Stadt" beschlossen. Mit der Errichtung beabsichtigt die Stadt die Zusammenführung ihrer musealen Angebote. Zu diesen gehören das Heimatmuseum im Rittergut und das Fahrzeugmuseum zur Framo- und Barkas-Geschichte - sowie weiterer Zeitzeugen der Stadt- und Industriegeschichte mit einem innovativen und ansprechenden Konzept, die Erweiterung des Bildungsangebotes der Stadt sowie die Entwicklung der "Zeit-Werk-Stadt" zu einer touristischen Attraktion in der Region.

Im Rahmen der geplanten Umbaumaßnahme soll das als Stahlskeletthalle erbaute industrielle Gebäude umfassend entkernt, die Fassade bis auf die Unterkonstruktion vollständig rückgebaut und durch neue Fassaden ersetzt werden. Dabei ist eine vollständige Fassadenverglasung vorgesehen. Im Innenbereich werden Museumsflächen für Dauerausstellungen, Kasse, Garderobe, Gastronomie sowie für Wechselausstellungen und Events geschaffen. Daneben sind Toiletten, Vereinsräume sowie Umkleideräume herzustellen.

Geplant ist ein Budget von 10,2 Millionen Euro

Die Durchführung des Bauvorhabens ist im Zeitraum 2018 bis 2020 vorgesehen. Die Gesamtkosten für den Umbau der Lisema-Produktionshalle zum Erlebnismuseum sind nach aktuellem Planungsstand 10,2 Millionen Euro veranschlagt. Zur Finanzierung des Projekts ist die Stadt auf Förderung angewiesen. Unterstützt wird die Sanierung über das Bund-Länder-Programm "Stadtumbau" mit bis zu sieben Millionen Euro Finanzhilfen des Bundes und des Freistaates Sachsen.

Weitere 1,5 Millionen Euro erhält die Stadt vom Freistaat für die anteilige Ersetzung des kommunalen Eigenanteils. Alle erforderlichen Bescheide liegen der Stadt vor. Als erste werden die Kollegen des Baugeschäfts Gebrüder Meyner tätig werden. Die Firma aus Lichtenau erhielt bei der Stadtratssitzung den Zuschlag für die Abbruch- und Rohbauarbeiten.