Neue Chance für Unterbringung

Asylunterkunft Stadt und Unternehmer stellen Selbstbauhaus vor

Bad mit Waschbecken, Dusche und WC, eine Küche und ein kombinierter Wohn- und Essraum auf 36 Quadratmetern - so stellen sich die Initiatoren eine alternative Unterkunft für vier bis fünf Asylbewerber vor. Das Projekt SelbstBauhaus basiert auf Modulen, die in Holzrahmenbauweise entstehen. Es kann überall dort aufgebaut werden, wo Anschlüsse an die Kanalisation sowie die Wasser- und Elektroenergieversorgung bestehen. Das Haus sei absolut winterfest und durch die Bauweise ein echtes Energiesparhaus. Aufgrund der Modulbauweise können die Häuser verkleinert oder vergrößert werden. Eine spätere Nutzung, beispielsweise als Feriendomizil, sei durch den leichten Ab- und Aufbau möglich. Realisiert wird das Projekt von der Stadt Augustusburg, der Firma Buschbeck GmbH und der Firma Lantzsch aus Augustusburg. Am Donnerstag wurde ein Prototyp des Hauses in Erdmannsdorf vorgestellt, was bei Bürgermeistern und anderen Gästen allgemein Erstaunen hervorrief. "Wir würden gern die Asylsuchenden zunächst in unserer Mehrzweckhalle aufnehmen und dann über ein Pilotprojekt diese in eigene Häuser bringen. Der Kreis könnte die Objekte anmieten und solange nutzen, wie benötigt", so die Vorstellungen von Bürgermeister Neubauer. Der Asylkoordinator des Landkreises Mittelsachsen Dieter Steinert sagte: "Uns ist jeder Vorschlag willkommen. Das Projekt muss sich aber wirtschaftlich darstellen lassen." Steinert findet zudem den Aspekt der Integration bemerkenswert, der in dem Projekt steckt. "Wir müssen ja auch über die bloße Unterbringung der Asylbewerber hinaus weiterdenken."