Neue Ergotherapie Praxis in Mittweida eröffnet: „Jeder soll mit einem Lächeln rausgehen“

Vor kurzem hat Ergotherapeutin Nancy Petersen ihre Praxis in der Freiberger Straße 2 eröffnet – mit persönlicher Betreuung, viel Empathie und dem Wunsch, Menschen jeden Alters im Alltag zu helfen.

Mittweida

In der Freiberger Straße 2 in Mittweida hat vor kurzem eine neue Ergotherapiepraxis eröffnet. Hinter dem Angebot steht Ergotherapeutin Nancy Petersen, die seit 2008 in ihrem Beruf tätig ist und sich nun den Schritt in die Selbstständigkeit erfüllt hat. Große Worte liegen ihr dabei fern – vielmehr geht es ihr um einen persönlichen, ehrlichen und menschlichen Umgang mit ihren Patienten.

Mit einer kleinen Eröffnungsfeier soll die Praxis bald schon offiziell starten. „Vermutlich Anfang Juni“, sagt sie. Auch langfristig soll die Einrichtung bewusst überschaubar bleiben. Nancy arbeitet zunächst allein, perspektivisch sei vielleicht eine weitere Stelle denkbar. „Es soll klein und gemütlich bleiben“, beschreibt sie ihre Vorstellung. Kein schneller Durchlauf, sondern individuelle Betreuung und Zeit für die Menschen.

Ein Beruf mit Herz und Alltagshilfe

Die Ergotherapie unterstützt Menschen dabei, ihren Alltag trotz körperlicher, psychischer oder neurologischer Einschränkungen möglichst selbstständig zu bewältigen. Ziel ist es, Fähigkeiten zu fördern, Schmerzen zu lindern und Lebensqualität zurückzugeben. Dabei reicht das Spektrum von motorischen Übungen bis hin zu alltagsnahen Aktivitäten und Gesprächen.

Nancys beruflicher Weg

Nancy begleitet Menschen seit vielen Jahren mit großer fachlicher Erfahrung und persönlichem Engagement. Nach ihrer Ausbildung begann sie ihre Tätigkeit zunächst in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Später vertiefte sie ihr Wissen außerhalb Sachsens gezielt in einer einjährigen Spezialisierung auf Handtherapie – ein Bereich, der ihr bis heute besonders am Herzen liegt.

Durch ihre Arbeit in unterschiedlichen Praxen und Fachbereichen konnte sie ein breites therapeutisches Wissen aufbauen. Mit dieser Erfahrung entstand schließlich die eigene Praxis in Mittweida.

Ein besonderer Schwerpunkt der Praxis liegt neben der allgemeinen Ergotherapie auch in der Handtherapie.

Vertrauen, Empathie und Zeit stehen im Mittelpunkt

Wichtig ist der Ergotherapeutin vor allem, dass sich Menschen ernst genommen fühlen. Vertrauen, Flexibilität und Empathie seien zentrale Bestandteile ihrer Arbeit. Ihr Ziel: „Jeder, der zu mir kommt, soll sich besser fühlen – mit weniger Schmerzen und im besten Fall mit einem Lächeln wieder rausgehen.“

Angebot für alle

Dabei behandelt sie Patienten aller Altersgruppen – von Kindern bis hin zu älteren Menschen. Gerade die Arbeit mit Senioren liegt ihr besonders am Herzen. Ergotherapie bedeute hier oft weit mehr als klassische Übungen. Gemeinsam Rätsel lösen, Spiele spielen oder auch einmal spazieren gehen könne ebenfalls Teil einer Therapie sein. Für manche Menschen solle der Termin ein „Lichtblick in der Woche“ werden.

Zusätzliches Angebot: Triggerpunkttherapie

Neben klassischen ergotherapeutischen Leistungen bietet Nancy auch Triggerpunkttherapie an. Diese Behandlungsmethode kann zwar schmerzhaft sein, gilt jedoch als wirkungsvoll bei muskulären Beschwerden und Verspannungen.

Generell möchte die neue Praxis Menschen dabei helfen, besser mit Schmerzen umzugehen und den Alltag wieder leichter zu meistern.

Hilfe soll für alle zugänglich sein

Im Laufe ihrer Berufsjahre sei Nancy zudem bewusst geworden, wie wichtig Aufklärung über therapeutische Angebote ist – besonders für Menschen, die neu nach Deutschland gekommen sind. Gerade zugezogene Familien wüssten oft nicht, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt oder wie sie Hilfe erhalten können.

Deshalb ist es ihr wichtig zu vermitteln: Jeder kann sich behandeln lassen und Unterstützung bekommen.

Bewusst klein statt anonym

Während viele medizinische Einrichtungen zunehmend größer werden, setzt Nancy bewusst auf eine familiäre Atmosphäre. Die Ergotherapiepraxis in Mittweida soll ein Ort sein, an dem Menschen nicht einfach abgearbeitet werden, sondern Zeit, Aufmerksamkeit und persönliche Betreuung erhalten.

Mit diesem Ansatz hat für Nancy nun ein neuer Abschnitt begonnen – ruhig, bescheiden und mit viel Herz für die Menschen.

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