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Sachsen

Neue Kulturen kennenlernen

Workcamp Rochlitzerin verbringt Schulferien in Tallinn

Auf der Hängematte liegen, sich mit Freunden im Freibad treffen oder einfach zu Hause vor dem Fernseher entspannen. So sieht wohl der übliche Tagesablauf von Schülern in den Sommerferien aus. Doch nicht für Annelina Weiß: Die Rochlitzerin entschied sich in der letzten Ferienwoche für acht Tage Abenteuer in einem Workcamp in Tallinn, der Hauptstadt Estlands. Auf eigene Faust recherchierte sie bereits vor einem halben Jahr im Internet nach möglichen, günstigen Alternativen für einen Aufenthalt im Ausland.

"Die meisten Workcamps gehen über einen längeren Zeitraum. Da ich aber nur eine Woche Zeit hatte und mich die skandinavisch-nordeuropäische Kultur schon immer interessierte, buchte ich das Camp in Tallinn", erklärte die 17-Jährige. Über die Homepage der "Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste" (IJGD) informierte sie sich über Ablauf und Organisation. Ähnlich wie bei anderen Workcamps, kombiniert der Veranstalter das spielende Erlernen neuer Kulturen mit Sightseeing. Untergebracht werden die Teilnehmer dabei bei Gastfamilien. Annelina arbeitete im Deutschcamp mit: "Meine Aufgabe als Muttersprachlerin war es, den anderen beim Deutschlernen zu helfen", erzählte sie. Etwa 30 Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren nahmen am Workcamp teil. Die Schüler wurden in drei Gruppen eingeteilt, pro Gruppe wurde jeweils eine Lehrkraft abgestellt. "Spannend war für mich nicht nur das Kennenlernen der estnischen und russischen Kultur, sondern auch das Knüpfen neuer Freundschaften", sagte die 17-Jährige und fügte hinzu: "Ganz zu schweigen von der Selbstständigkeit, die man mitnimmt." Annelina möchte zunächst ihr Abitur absolvieren und dann eventuell Molekulare Biotechnologie in Dresden studieren: "Ich hoffe davor ist nochmal Zeit, eine neue Freundin in Istanbul zu besuchen."



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