Neue Ladesäule für Elektro-Autos in Freiberg

Nachhaltigkeit Erstmals mit Barbezahlung

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Jana Pinka, Andreas Lietzmann, Matthias Damm, Erich Fritz, Sven Krüger, Axel Schneegans und Kay Schubert (v.l.) an der neuen Freiberger Ladesäule. Foto: Wieland Josch

Freiberg. So ganz genau wusste Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger nicht, die wievielte Ladesäule für Elektro-Autos am Montag dieser Woche in der Stadt in Betrieb genommen wurde. Entweder acht oder neun, zählte er nach.

Aber immerhin zeigt das auch, dass dieses Aufladesystem in der Silberstadt schon einigermaßen etabliert ist. "Wir sind auf jeden Fall überdurchschnittlich", freute sich Krüger. Auf dem Gelände des Deutschen Brennstoffinstitutes an der Halsbrücker Straße steht nun die neueste Säule. Orange leuchtet sie und hat auch sonst einen anderen Charakter, als die anderen.

Zukünftig wird Strom an Ladesäulen Geld kosten

"Erstmals ist es eine Ladesäule, bei welcher der Strom bezahlt werden muss", so Krüger. Und dies ist sowohl mit entsprechenden Coins oder mit 1-Euro-Stücken möglich. "Damit wenden wir uns vor allem an die Menschen, die ein Elektroauto fahren und auf dem DBI-Gelände arbeiten", erläutert Andreas Lietzmann, Geschäftsführer von 3energy. Gemeinsam mit den Stadtwerken Freiberg, eab New Energy und der DBI Vermögensverwaltung hat das Unternehmen das Projekt in die Tat umgesetzt.

Natürlich sei es noch so, dass andernorts in der Stadt kostenlos aufgeladen werden könne, doch werde wohl davon Stück für Stück abgegangen. "Strom kostet nun mal Geld", so Axel Schneegans, Geschäftsführer der Stadtwerke Freiberg. Es ginge nicht auf Dauer, ihn gratis abzugeben, auch nicht bei einem so ambitionierten Projekt wie der Elektromobilität.

Auf den Durchbruch muss man noch warten

Mittelsachsens Landrat Matthias Damm begrüßte die Installation der Ladesäule. "Das Thema Klimaschutz wird aber meiner Meinung nach viel zu selten technisch diskutiert, sondern zu oft rein ökologisch", sagte er. "Damit aber lösen wir das Problem nicht." Da müsse die Gesellschaft ehrlicher sich selbst gegenüber werden. Erst eine hohe Speicherfähigkeit werde den Durchbruch bringen.

Die DBI-Ladesäule beginnt ab sofort mit einer Leistung von 7,4 Kilowattstunden, ab dem nächsten Monat habe sie dann 11 Kilowattstunden.