Neue Satzung für Preisvergabe

Architektur Im Wech- sel mit Sanierung

Seit 1990 ist gerade an Freibergs Stadtbild abzulesen, wie viel sich zum Guten entwickelt hat. Besonders auf dem Gebiet der Sanierung von alten, denkmalgeschützten Gebäuden wurde in den letzten Jahrzehnten Herausragendes geleistet. Sowohl von der Stadt selber, als auch von vielen privaten Initiativen, die sich um Erhalt und Verschönerung bemühten. Um dies gebührend zu würdigen, wurde 1999 der Freiberger Sanierungspreis ins Leben gerufen, auch um weiteres Engagement zu fördern. Alljährlich ging dieser Preis an Bauherren und Objekte. Die Fortschritte, die gemacht wurden, wirken sich nun aus. "Etwa 85 Prozent der Altstadt sind mittlerweile saniert oder teilsaniert", sagt Bürgermeister Holger Reuter. "Für den Sanierungspreis gehen deshalb weniger Vorschläge ein.

In diesem Jahr waren es lediglich vier." Um dennoch Anreize zu bieten und Bauen in der Stadt auszuzeichnen, wurde nun eine neue Satzung für die Preisvergabe beschlossen. Mit ihr ruft die Stadt den Freiberger Architekturpreis ins Leben. Abwechselnd mit dem Sanierungspreis wird er ab 2016 vergeben. "Damit ist es nun auch möglich, dass Neubauten vorgeschlagen werden können", so Reuter. Wie auch schon beim Sanierungspreis, für den 2017 wieder Vorschläge gemacht werden können, wird eine Jury nach bestimmten Kriterien unter den Bewerbungen eine Wahl treffen.