Neue Schätze in der Sammlung

Sonderschau Neue Ausstellungsstücke in der Mineralogischen Sammlung Freiberg

neue-schaetze-in-der-sammlung
Großer Andrang herrschte am Mittwoch dieser Woche zur offiziellen Eröffnung der Sonderausstellung im Werner-Bau. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Die Freude war Andreas Massanek, Kustos der Mineralogischen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg, deutlich anzusehen. Denn es ist schon eine Weile her, dass im Werner-Bau der Universität an der Brennhausgasse eine Sonderausstellung präsentiert werden konnte.

Grund dafür ist beileibe nicht der Mangel an Exponaten, sondern vielmehr Umbauarbeiten am Gebäude. So wurden brandschutztechnische Anforderungen umgesetzt und ein Fahrstuhl eingebaut. Das wird besonders jene Minerale-Fans freuen, welche weniger gut zu Fuß sind, denn die Sonderausstellung "Neue Schätze in der Sammlung", welche noch bis zum 1. Juni 2017 zu sehen ist, wurde im zweiten Obergeschoss des Hauses aufgebaut.

"Über 300 Minerale, die in den vergangenen zehn Jahren entweder durch Schenkung, Tausch, Ankauf oder eigene Sammeltätigkeit in die Sammlung aufgenommen wurden, werden gezeigt", so Andreas Massanek. Und sie erstrahlen in all ihren Farben, zeigen filigranen Strukturen und laden in ihrer Vielfalt zum Staunen ein.

Einen großen Teil macht dabei die Sammlung von Siegfried Flach aus: Der gebürtige Chemnitzer arbeitet schon viele Jahre intensiv mit der TU Bergakademie zusammen und wurde darum bereits 2002 zu ihrem Ehrenbürger ernannt. Die Sammlung sei von hohem wissenschaftlichem Wert, so Andreas Massanek. 150 Stücke sind in eigenen Wandvitrinen zu besichtigen. Sie stammen auch aus der Sammlung des Mineralogen Ulrich Lipp, der bereits 1996 verstarb. Flach hatte sie erworben und der TU Bergakademie geschenkt.

Und so kann jetzt das staunende Publikum einen faszinierenden Fluorit aus Südafrika ebenso bewundern wie einen Calcit aus Dalnegorsk, einen Hydroboracit aus Niedersachwerfen im Harz oder einen Sphalerit aus Halsbrücke. Ein Erlebnis, welches das Mineralogenherz aufgehen lässt.