Neuer Atlas informiert über soziale Angebote

ENGAGEMENT Studierende aus Mittweida beschäftigen sich mit Sozialstruktur

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Ein Teil des Projektteams freute sich am vergangenen Montag nochmal gemeinsam über die erfolgreiche Veröffentlichung des Sozialatlases. Foto: C.M.Brinkmann

Mittweida. In einer Kommune gibt es eine Vielzahl von Vereinen, Initiativen und sozialen Einrichtungen. Manche sind bekannt, von anderen hat man oft noch gar nichts gehört. Um den Bürgern von Mittweida eine Übersicht der verschiedenen Angebote zu geben, kann seit einigen Wochen der erste Sozialatlas auf der Website der Stadt abgerufen werden. Die Idee zu dieser Broschüre entstand bei einem Treffen des "Forum Sozial".

Soziale Angebote in Mittweide

In diesem Netzwerk treffen sich Vertreter der Stadt, des Landkreises, der Hochschule sowie von Vereinen und Wohlfahrtsverbänden. Im Gespräch werden aktuelle Projekte betrachtet und neue Ideen entwickelt. "Dabei entstand die Idee, die Menschen darüber zu informieren, welche sozialen Angebote es in Mittweida gibt", erzählt Stephan Beetz, Soziologieprofessor an der Hochschule Mittweida.

Im Rahmen eines Moduls griff er gemeinsam mit seinen Studierenden die Idee auf. "Zunächst war zu ermitteln, welche Einrichtungen es gibt und zu definieren, welche Angebote in einen Sozialatlas gehören", erinnert sich Stephan Beetz an den Beginn der Arbeit und fährt fort: "Dafür stimmten wir uns auch mit der Stadt, insbesondere mit dem Beigeordneten Müller ab."

Atlas umfasst 200 Angebote

Durch die Recherche konnten knapp 200 Angebote in Mittweida zusammengestellt werden. Nachdem die Grundlagen gelegt waren, begann für die Bachelorstudierenden der Sozialen Arbeit die Forschungsphase. Mit Fragebögen kontaktierten sie die Einrichtungen, Vereine und sozialen Initiativen.

Erhoben wurden neben den vollständigen Kontaktdaten auch die angebotenen Leistungen. "Zum Schluss können wir sagen, dass der Sozialatlas die Vielfalt der Angebote in professioneller und ehrenamtlicher Trägerschaft gut wiederspiegelt", freut sich Stephan Beetz und ergänzt : "Mit der Zeit muss aber auch eine Aktualisierung erfolgen." Für diese Neuauflage soll auch auf die Mithilfe der Bürgerschaft gesetzt werden. "Wir freuen uns über Feedback zum Sozialatlas. Wer findet, dass etwas fehlt oder eine andere Idee hat, der soll sich gerne an der Hochschule oder bei der Stadt melden", lädt der Wissenschaftler Stephan Beetz ein.