Neuer Bahnverkehr ab 13.12.

Chemnitzer Modell Hochschule Mittweida führt Verkehrsstudie durch

Ab dem 13. Dezember sollen S-Bahnen von Mittweida, Hainichen und Burgstädt bis ins Chemnitzer Stadtzentrum fahren. Im Zuge des Projektes des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) und der City-Bahn Chemnitz soll der ländliche Raum stärker an die Infrastruktur des öffentlichen Personennahverkehrs angeschlossen werden. Ziel des sogenannten "Chemnitzer Modells" sei es, die Personenbeförderung wieder verstärkt von der Straße zurück auf die Schiene zu bringen. "Der Fahrgast steigt in Burgstädt oder Mittweida in eine moderne, komfortable Stadt-Umland-Bahn, die ihn schnell und direkt bis in die Innenstadt von Chemnitz bringt", erklärte ein Sprecher das Projekt. Mit dem Einsatz dieser neuen Stadt-Umland-Bahn soll künftig im 30-Minuten-Takt eine Bahn zwischen Mittweida und Chemnitz pendeln.

Die benötigten neuen Fahrzeuge sind dabei vor wenigen Wochen aus Spanien eingetroffen und werden derzeit noch auf dem Streckennetz getestet, teilte das Verkehrsunternehmen mit. Das Projekt soll dabei die Schienennetze von Straßen- und Eisenbahn verknüpfen. Die Pilotstrecke von Chemnitz nach Stollberg ist bereits seit 2002 in Betrieb. Eine Gruppe von Wissenschaftlern an der Hochschule Mittweida will die Effekte des Chemnitzer Modells nun analysieren und auswerten. Mit Hilfe der sogenannten "Flowbile-App" für das Smartphone sollen Bewegungsdaten von Probanden aufgezeichnet werden. Die Wissenschaftler um Sozialforscher Klaus Liepelt und Mathematiker Kristan Schneider wollen herausfinden, ob sich das Mobilitätsverhalten der Studienteilnehmer mit dem Start des Nahverkehrsprojektes ändert. Deshalb wird die Untersuchung einmal vor der Einführung der neuen Linie und einmal danach durchgeführt. Wer an dem Forschungsprojekt teilnehmen möchte, kann sich unter der E-Mail-Adresse flowbile@hs-mittweida.de melden.