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Vogtland

Neues Einsatzfahrzeug für Burgstädter Feuerwehr

Sicherheit Grundlegende Veränderung der Einsatzszenarien

Burgstädt. 

Burgstädt. Die Freiwillige Feuerwehr in Burgstädt hat am vergangenen Wochenende einen neuen Einsatzleitwagen in Dienst gestellt. Notwendig geworden war die Anschaffung des Fahrzeugs, weil sich die Einsatzszenarien im Ort in den zurückliegenden Jahren grundlegend verändert haben, sagt Feuerwehrmann René Brandt. "Es gibt immer mehr denkbare Möglichkeiten, bei denen so ein Fahrzeug erforderlich ist. In den letzten Jahren wurden wir auch regelmäßig zu größeren Schadensereignissen gerufen. Die Indienststellung ist deshalb eine notwendige Anpassung an diese sich ständig entwickelnde Situation", so der Pressesprecher der Burgstädter Feuerwehr.

Kommunikatives Bindeglied zwischen Leitstelle und Einsatzleiter

Die Burgstädter Neuanschaffung solle dabei zukünftig bei Einsätzen als kommunikatives Bindeglied zwischen der Rettungsleitstelle und dem verantwortlichen Einsatzleiter vor Ort dienen und ist dazu mit jeder Menge technischer Finessen ausgestattet. Neben modernster Digitalfunktechnik hat der 200 PS starke Mercedes Sprinter zwei komplett eingerichtete PC-Arbeitsplätze mit Internet- und Telefonanschluss an Bord.

Maßgeblich an Konzeption des neuen Einsatzmittel beteiligt

"Wir verfügen mit diesem System über detaillierte, digitalisierte Gebäudepläne aller wichtigen öffentlichen Einrichtungen in unserer Stadt. Das versetzt uns in die Lage, schnell und effizient auf verschiedene Einsatzbedingungen zu reagieren. Genau so können im Rahmen von Lagebesprechungen im Fahrzeug auch verschiedene Situationen eines Einsatzes bewertet und strategisch angepasst werden", erläutert Martin Bothen. Der 29-Jährige Feuerwehrmann im Rang eines Löschmeisters ist nicht nur Mitglied der Burgstädter Feuerwehr, sondern arbeitet im Hauptberuf als Disponent in der Chemnitzer Rettungsleitstelle und war mit seinen Erfahrungen maßgeblich an der Konzeption des neuen Einsatzmittels beteiligt.

Spezielle Kenntnisse erforderlich

Das Auto rückt mit maximal vier Personen aus, die im Vorfeld speziell zu den erforderlichen Kenntnissen ausgebildet wurden. Nach Theorie und Praxis an konkreten Einsatzbeispielen gibt es derzeit acht Kameraden in der Burgstädter Wehr, die die Technik bedienen können. Die Schulungen seien dabei aufgrund der Einschränkungen der Corona-Pandemie in den letzten Monaten hauptsächlich über das Internet und teilweise auch von zu Hause aus erfolgt. Vier weitere Feuerwehrmänner seien jetzt noch für eine Ausbildung am Fahrzeug vorgesehen. Erforderlich mache sich das unter anderem, weil zukünftig auch Feuerwehren anderer Orte auf die Dienste des Burgstädter Einsatzleitwagens zugreifen wollen, begründet Bothen.

Die mobile Leitstelle soll indes ab sofort aber nicht nur bei großen Einsätzen zur Verfügung stehen. Eine bei der Rettungsleitstelle hinterlegte Ausrückeordnung bestimmt, wann das Fahrzeug alarmiert wird. Dabei könne es sich beispielsweise um PKW- oder Wohnungsbrände handeln. Auch für solche Aufgaben mache sich zunehmend eine zentrale Koordinierung der Einsatzkräfte vor Ort erforderlich, berichtet René Brandt abschließend.

Investition von 160.000 Euro

Finanziert wird das 160.000 Euro teure Fahrzeug aus unterschiedlichen Quellen. 42.000 Euro habe man aus einem Fördermittelfonds des Freistaats Sachsen für die Neuanschaffung erhalten. Der Rest seien Eigenmittelanteile der Stadt Burgstädt, sagte Bürgermeister Lars Naumann (FWB) am Samstag am Rande der Indienststellung. Die Investition hatte der Stadtrat bereits 2018 beschlossen. Diese sei notwendig gewesen, um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr zu gewährleisten, so Naumann ergänzend.



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