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Chemnitz

Neues Leben in Zethauer Teichen

Renaturierung Gasleitungsbetreiber verwirklicht Naturprojekt

Zethau. 

Zethau. Schon vor Jahren sind zwei Teiche auf Zethauer Flur ausgetrocknet. Schlicht ausgelaufen und dann überwuchert, bringt es Holger Schön auf den Punkt. Er ist ökologischer Bauberater und zudem anerkannter Spezialist für Amphibien und Reptilien. Es habe ihm in der Seele wehgetan, das mit ansehen zu müssen, gesteht er. Und er war nicht der einzige. Christoph Weidensdorfer, Leiter der Kinder- und Jugendfreizeitstätte "Grüne Schule grenzenlos", sah dies ebenso. Als dann in den vergangenen Jahren die Europäische Gas-Anbindungsleitung EUGAL auch an Zethau vorbei verlegt wurde, sah er eine Chance. Denn die Bau- und Betreiberfirma GASCADE hatte sich verpflichtet, Ausgleichsmaßnahmen für die Natur zu treffen. Mit dem Ansinnen, die Teiche zu renaturieren, trat man an die Verantwortlichen heran. Diese zeigten sich davon begeistert, und obwohl sie schon andere Projekte zum Naturausgleich verwirklicht hatten, sagten sie zu, die Teiche zusätzlich wiederzubeleben. Dafür war teilweise sogar schweres Gerät vonnöten. "In einen der beiden Teiche war sogar ein großer Baum gefallen", so Holger Schön. "Der konnte nur mit einem Bagger entfernt werden." Hinzu kamen die Beseitigung von Müll und ein Freilegen der ursprünglichen Teiche. Danach verlegte man Rohre und verstärkte die Dämme.

Naturprojekt hat sich gelohnt 

Nun ist auf der herrlichen Wiese fast wieder alles so wie es sein soll. Vor allem zahlreiche Insekten haben hier schnell hergefunden. Und einen Springfrosch habe man außerdem schon entdecken können. "Obwohl diese Maßnahme über unsere naturschutzrechtlichen Verpflichtungen für den Bau der EUGAL hinausgingen, gefiel uns die Idee von Herrn Weidensdorfer außerordentlich", erklärt Trasseningenieur Marco Breiding das Engagement des Unternehmens. Für alle hat sich dieses Projekt gelohnt.



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