Neues Schulgesetz bringt Sicherheit

Reaktionen Politik und Wirtschaft zufrieden

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Im Gespräch vor Ort: Steve Johannes Ittershagen (l.) bei einem Besuch der Oberschule Niederbobritzsch gemeinsam mit Schulleiter Karsten Hennig (M.) und Bürgermeister Volker Haupt. Foto: Wieland Josch/Archiv

Freiberg. Es war ein langes Ringen, doch letztlich wurde es von Erfolg gekrönt. Vor kurzem einigten sich die Koalitionsparteien in Sachsen auf ein neues Schulgesetz für den Freistaat. Die Auswirkungen sind weitreichend.

Ein Punkt kam bereits bei der Übergabe des neuen Anbaus der Oberschule Niederbobritzsch vor eineinhalb Wochen zur Sprache. Der Freiberger Landtagsabgeordnete Steve Johannes Ittershagen hat selbst intensiv am neuen Schulgesetz mitgearbeitet und kam nicht zum ersten Mal in die Oberschule, an welcher Karsten Hennig Schulleiter ist. "Ich freue mich sehr, dass das Schulgesetz jetzt endlich vereinbart wurde", sagte Ittershagen. "Es enthält vor allem einen wichtigen Sicherheitsgaranten mit dem Bestandsschutz für Oberschulen."

Selbst, wenn die Schülerzahlen stärker absinken sollten, werden Oberschulen nicht geschlossen. Ein Ergebnis, welches auch in der Wirtschaft auf positiven Widerhall trifft. Die sächsische Industrie- und Handelskammer hebt deshalb die Bedeutung für die Sicherung des Fachkräftebedarfs der Zukunft hervor.

"Besonderes Anliegen der IHK ist die Stärkung der Oberschulen, denn die meisten neuen Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung schließen die Unternehmen mit Absolventen der Oberschulen ab", heißt es in einer Erklärung der Kammern Chemnitz, Dresden und Leipzig. "Der vorgesehene Bestandsschutz von Oberschulen im ländlichen Raum und die personelle Absicherung der Schulsozialarbeit gehen in die richtige Richtung."

Die Absenkung der Mindestschülerzahl an Berufsschulzentren von 750 auf 550 wird ebenfalls begrüßt. Bedauerlich sei aber, dass eine Hauptforderung der sächsischen Wirtschaft, das längere gemeinsame Lernen, keine Berücksichtigung fand. In einer Umfrage bei den Unternehmen hatten sich im vergangenen Jahr über 80 Prozent der Befragten dafür ausgesprochen.