Neues Zentrum des Begegnens eröffnet

Massnahme Generationstreff in Königsfeld nach drei Jahren Bauzeit seiner Bestimmung übergeben

Königsfeld. 

Königsfeld. Viel Interesse von Bürgerinnen und Bürgern Königsfelds gab's in der vergangenen Woche: An zwei Tagen der offenen Tür konnte sich die Öffentlichkeit genau anschauen, was in drei Jahren Bauzeit anstelle der ehemaligen Baracke des Jugendclubs neu entstanden ist - der Generationstreff Königsfeld. Er bietet den Bewohnern jetzt erstmalig eine echte Stätte des Begegnens.

Zwar waren bisher auch Feiern im kleineren Rahmen im Gemeinde-Gebäude möglich, doch dort musste alles in den ersten Stock geschafft werden. Hier wird alles ebenerdig angeboten. Auch eine Garage für die Bauhoffahrzeuge ist gebaut worden. Insgesamt wurden in den Bau des Generationstreffs etwa 700.000 Euro investiert. Das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft hat die Maßnahme gefördert. Das Kernstück des Treffs bildet zweifelsohne der große Veranstaltungsraum. Er bietet 50 bis 60 Personen Platz. Wenn Reihen gestellt werden, natürlich noch mehr.

Räumlichkeiten für alle Arten von Feiern offen

Insbesondere freut sich Bürgermeister Frank Ludwig (parteilos), dass nun auch Behinderte hier eine Toilette vorfinden. "Die kann natürlich auch von den Kirchen-Besuchern genutzt werden", sagte er dazu. "Das war längst überfällig", ergänzt Ludwig. Auch eine modern ein- und ausgerichtete Küche ist Bestandteil des Veranstaltungsraumes. Hier können dadurch nicht nur Familien-, Privat- und Firmen-Feiern durchgeführt werden, sondern auch größere Kulturveranstaltungen. Der neue Generationstreff wurde auf einer Bodenplatte mit der Größe 64 mal 15 Metern errichtet, die in etwa den Außenmaßen des ehemaligen Königsfelder Schlosses entsprechen, das bis Anfang der 1950er Jahre hier stand.

Das Schloss gehörte zum ehemaligen Rittergut Königsfeld. Zu diesem zählten weitere Gebäude, wie beispielsweise das Verwaltungsgebäude, in dem sich heute die Gemeindeverwaltung befindet. Der Generationstreff hat allerdings im Gegensatz zur Baracke des ehemaligen Jugendtreffs nur eine Grundfläche von etwa 20 mal 15 Metern. Der restliche Bereich wurde als Freifläche mit Holz-Pergolen als Begrenzung gestaltet. Außerdem befindet sich darauf eine Holzhaube, die den Aufgang der Schloss-Gewölben schützt. Die Gewölbe sind die einzigen baulichen Zeugen des ehemaligen Renaissance-Schlosses, das vom 16./17. Jahrhundert bis etwa Mitte 20. Jahrhunderts hier seinen Standort hatte. Beim Bau wurde die Harmonie des Gesamtensembles beibehalten.