Neustart: In Mittweidaer Bahnhofsgebäude soll endlich wieder Leben einziehen

Umbau Neben Sanierung und Umbau ist auch eine neue Nutzung geplant

Mittweida. 

Mittweida. Eins der bekanntesten und prägnantesten Gebäude der Großen Kreis- und Hochschulstadt ist zweifelsohne der Bahnhof. Nun soll nach mehrjähriger Ruhe endlich wieder Leben in das geschichtsträchtige, fast genau 120 Jahre alte Gebäude einziehen. Der am 22. Mai 1900 eröffnete und unter Denkmalschutz stehende Bahnhofsbau ist seit 21. September 2015 im Besitz der Stadt Mittweida. Sie will das Gebäude nicht nur abschnittsweise sanieren und umbauen, sondern auch neu nutzen. In den nächsten Jahren soll sich der Komplex in ein multifunktionales Gebäude verwandeln. "Es gibt derzeit mehrere Varianten für das Hauptgebäude", sagte Oberbürgermeister Ralf Schreiber zu den aktuellen Planungen. Der Gebäudekomplex wurde in drei Teile gegliedert.

Was zieht ins Erdgeschoss?

Das Nebengebäude und den Verbindungsbau plant ein Architekturbüro aus Dresden. Die neue Nutzung als Gründerzentrum steht bereits fest. Beim Hauptgebäude, das ein Ingenieursbüro aus Mittweida plant, ist die Vermietung ziemlich anspruchsvoll. So steht fest, dass im ersten und zweiten Obergeschoss eine Tagespflege einziehen und wo genau sich die neue, öffentliche Toilettenanlage befinden wird. Noch nicht vergeben sind etwa 400 Quadratmeter Fläche im Erdgeschoss. Klar ist, dass sich neben dem Haupteingang auch weiterhin das Reisecenter der Deutschen Bahn auf 82 Quadratmetern Fläche befinden wird. "Für die restliche Fläche gibt es mehrere Varianten", so der Oberbürgermeister zum aktuellen Stand.

Investition von rund vier Millionen Euro

Eine mögliche Belegungsvariante ist eine kleine Gaststätte mit einer Größe von etwa 240 Quadratmetern oder zwei jeweils rund 80 Quadratmeter große Räume, in die Dienstleister ebenso einziehen könnten wie Händler. Diese Räume werden momentan von einem hiesigen Immobilien-Unternehmen an den Mann gebracht. Geht es nach Schreiber, könne der Umbau des Hauptgebäudes - mit einem geplanten Investitionsaufwand von rund vier Millionen Euro und Fördermitteln aus dem Programm Stadtumbau Ost - entsprechend den Wünschen der Mieter noch in diesem Jahr beginnen.