Nicht alles läuft nach Plan in Hainichen

Bauvorhaben Am Saal des Goldenen Löwen und dem Gersdorfer Dorfplatz gab es Überraschungen

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Foto: Thomas Schmotz

Hainichen. Negative Neuigkeiten gibt es in der Gellertstadt Hainichen bei zwei Bauvorhaben: So waren die Planer bei den Rekonstruktionsarbeiten am Saal des Goldenen Löwen am Markt der Gellertstadt davon ausgegangen, dass die Außenwand in Richtung des zwischenzeitlich abgerissenen Anbaus am Anwesen der Familie Hackenberger 40 Zentimeter dick ist.

Dann kam die Überraschung

Nach den Abbrucharbeiten musste jedoch festgestellt werden, dass die Wandstärke bei lediglich 11,5 Zentimetern liegt. Damit ist die Standsicherheit nicht mehr gegeben, und es muss eine 17 Zentimeter dicke Wand vor die Außenwand gestellt werden. "Diese Leistung ist mit Mehrkosten in Höhe von etwa 40.000 Euro verbunden", weiß Hainichens Stadtoberhaupt Dieter Greysinger. Davon werden an anderer Stelle rund 8.000 Euro eingespart, sodass unterm Strich noch 32.000 Euro zusätzlich investiert werden müssen.

Diese Mehrkosten, die auf jeden Fall anfallen, werden zwar zu rund zwei Dritteln gefördert, dennoch ist diese zusätzliche Investition auch für die Stadt erheblich. Der Technische Ausschuss hat in einer Sondersitzung Ende 2017 die Mehrkosten bereits abgesegnet.

Mit dem Gersdorfer Dorfplatz geht es nicht weiter

"Noch ärgerlicher ist aber die Tatsache, dass die Ausschreibung für den Bau eines Dorfplatzes in Gersdorf bereits zum zweiten Mal aufgehoben werden muss. Bereits jetzt sind die Baupreise recht hoch, dies lässt mich für die Umsetzung mancher der 2018 geplanten Baumaßnahmen nichts Gutes erwarten", informiert Greysinger weiter. Zur Submission im Dezember wurden - bereits in Erwartung hoher Baupreise - drei Lose gebildet, davon das Hauptlos gemeinsam mit dem Kommunalen Zweckverband Wasserver-/Abwasserentsorgung "Mittleres Erzgebirgsvorland" Hainichen (ZWA).

Da die Leistung des ZWA 26 Prozent über den Planansatz lag, hat der Wasserzweckverband festgelegt, die Arbeiten in Gersdorf nicht im geplanten Umfang durchzuführen. "Dadurch ist ein erneutes Aufheben der Ausschreibung alternativlos. Wir werden zeitnah versuchen, im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung mit reduziertem Leistungsumfang die Maßnahme doch noch für dieses Jahr 'rund' zu bekommen", so Dieter Greysinger.